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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Montag, 18.06.2018

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Die Anforderungen an die Qualität von Hackschnitzeln steigen, nicht zuletzt aufgrund verschärfter Grenzwerte für Emissionen von Holzfeuerungen. Damit wächst auch der Markt für kleinere, aber auch steuerbare Trocknungen, während große Pelletierfabriken weiterhin auf industrielle Trommel- oder Bandtrockner setzen, die auf der Ligna 2011 von Ausstellern aus der ganzen Welt gezeigt wurden.

Manchmal scheint einfacher mehr zu sein: Das Big-Stone-System der Klumpe GmbH aus Werlte zum Lagern und Trocknen von Hackschnitzeln und anderem Schüttgut besteht aus schlichten Recycling-Beton-Steinen, die wie überdimensionale Lego-Steine wirken – und mit denen auch genauso gebaut werden könne, erklärt Richard Kramer von Klumpe.

So nutzte auch einer der Kunden der Firma die Steine, um daraus ein Hackschnitzellager zu bauen – nur lüftete das nur oben offene Lager nicht. So entstand die Idee, die Unterseite der Steine mit kleinen Aussparungen zu versehen und damit Luftkanäle zu schaffen. Und schon war eine passive Trocknung geboren. Beim Austesten zeigte sich dann, daß das System bei bis zu sechs Meter Lagerbreite funktioniert. Die Steine gibt es in verschiedenen Längen, der Preis für einen 120 Zentimeter langen, 60 breiten und 40 hohen Blockstein beträgt 45 Euro ohne Fracht. Produziert werden die Block-Steine an sich seit 15 Jahren, vor allem ist das Unternehmen im Bereich Entsorgung und Recycling zu Hause.      

www.klumpe.de

4_11_ligna_lenz_grDie „L-ENZ“ – Lauber-Energiezentrale“ wurde um einen hydraulisch bewegten Deckel ergänzt. Bisher wurden die Trocknungs-Container, in die von unten Heißluft eingeblasen wird, per Hand mit einem Vlies abgedeckt. Wie bei Klumpe entstand auch hier auf Kundenwunsch der Deckel  und fand daraufhin den Weg ins Programm des Herstellers Lauber GmbH. Erkauft werden muß sich der Komfort mit einem Aufpreis von zwei- bis dreitausend Euro.

www.lauber-holztrockner.de




4_11_ligna_riela_grEbenfalls nicht neu sind die Schubwendetrockner von Riela, die unter anderem mit der Abwärme von Biogas-Blockheizkraftwerken Hackschnitzel, Getreide und sonstiges Schüttgut trocknen. Eine Hackschnitzelfeuerung als unabhängige Wärmequelle für den Gebrauch der Container-Variante im Gelände stellte Riela bereits vor drei Jahren vor, nun gibt es auch einen Biogasbrenner, der im Hause Riela entwickelt wurde, so Matthias Bögel von Riela. Sinn macht der Brenner, wenn die Biogasanlage mehr Biogas erzeugt, als verstromt werden kann oder beispielsweise bestimmte Trocknungsspitzen abgedeckt werden müssen.

www.riela.de




4_11_ligna_hgt_grKleinsttrockner standardisiert zu bauen, aber auch eine bezüglich des Feuchtegehaltes definierte Holzhackschnitzelqualität zu produzieren, war das Ziel einer Gemeinschaftsentwicklung von S&Ü Hy-draulik und Maschinenbau GmbH, IBT Krämer Institut für Brennholztechnik und einem Ingenieurbüro. Auch hier war der Anlaß die Nachfrage auf dem Markt, erklärt Georg Krämer vom IBT. Das Besondere des Durchlauftrockners ist, daß die Endfeuchte der Hackschnitzel eingestellt werden kann. Der Trockner ist für einen Durchsatz ab 3.000 Kubikmeter pro Jahr gedacht. Die Leistung wird mit einem Kubikmeter pro Stunde für Fichten-Hackschnitzel G 30 für die Trocknung von W 40 auf W 17 angegeben. Als Wärmequelle kann ein Biogas-Blockheizkraftwerk, aber auch jeder andere Wärmeerzeuger mit einer Vorlauftemperatur von 80 Grad dienen.           
   
www.s-und-ue.de


Dorothee Meier

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 4 / 2011 energie pflanzen erschienen.





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