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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Samstag, 23.06.2018

Alternative zu Kup-Häckslern

Für die Ernte von holzartiger Biomasse aus Kurzumtriebsplantagen (Kup) und von Stillegungsflächen wird in der Praxis derzeit vielerorts noch nach der besten Technik gesucht. Auf dem deutschen Markt führt die Firma Jenz Maschinenbau mit dem „Bio-Baler“ eine Maschine für die Ernte und das Pressen in Ballen in einem Schritt ein. Die Maschine wurde Mitte Dezember im Praxiseinsatz auf der firmeneigenen Kurzumtriebsplantage in Petershagen vorgestellt.

Technische Daten des Bio-Baler.

Der Bio-Baler ist eine Art Rundballenpresse mit vorgelagerter Schneideinrichtung. Das Produkt des kanadischen Herstellers Anderson vertreibt jetzt die Firma Jenz im deutschsprachigen Raum.
An einen Schlepper, der als Zugmaschine eingesetzt wird, ist vorne ein Niederhaltebügel angebracht, so daß über die Baumreihen hinweggefahren werden kann. Zunächst werden Bäume und Strauchwerk bis zu zehn Zentimeter Stammstärke geschnitten und dann dem Rundballen-Preßaggregat zugeführt. Die Ballen haben einen Durchmesser von 1,20 Metern und wiegen je nach Feuchtegehalt rund 500 Kilogramm.

Im Gegensatz zu Kup-Feldhäckslern, die ein Begleitfahrzeug zur Aufnahme der Hackschnitzel benötigen, braucht der Bio-Baler nur einen Großschlepper als Zugmaschine. Das Verladen und der Weitertransport der Rundballen können anschließend mit landwirtschaftlicher Technik erfolgen, wie sie auch für Heu- oder Strohrundballen eingesetzt wird.

Die fertigen Ballen können bis zur weiteren Aufbereitung im Freien trocknen. Dadurch steigt der Heizwert deutlich und kann bis zu einer Megawattstunde pro Ballen erreichen. Die Biomasse wird erst gehackt, wenn tatsächlich Bedarf besteht. Hierfür können Mobilhacker unterschiedlicher Größe oder Biomasseaufbereiter wie der Jenz BA 720 eingesetzt werden. Dieser ist in der Lage, den Biomasseballen als Ganzes zu verarbeiten. Bei kleineren Maschinen muß der Ballen zunächst aufgetrennt werden. Je nach eingesetztem Hacker, dem jeweiligen Siebkorb und dem Holzfeuchtegrad können Hackschnitzel der Qualität G 50 für den privaten und gewerblichen Bereich oder G 100 zum Einsatz in größeren Biomasse-Heizkraftwerken erzeugt werden.

www.grpanderson.com
www.jenz.de

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 1 / 2011 energie pflanzen erschienen.




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
Kompetente Fachinformationen rund um nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

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