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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Dienstag, 16.07.2019

Vor allem auf trockenen Standorten können Agroforstsysteme die Erträge von Feldfrüchten erhöhen. Die Bäume selbst liefern Energie- oder Wertholz. / Foto: Carmen RudolphMähhacker MH-130 gemeinsam und aus der Praxis entwickelt

Im Sommer sieht man sie oft über die Straße wehen: Staubwolken aus wertvoller Erde vom benachbarten Acker. Gehölzstreifen können solche Verwehungen verhindern. Geerntet werden die Bäume dann mit dem Mähhacker MH-130.


Gleich beim ersten Blick fällt auf, dass auf dem Acker von Thomas Domin im brandenburgischen Peickwitz etwas anders ist. Während die Agrarlandschaft ringsum ziemlich aufgeräumt wirkt, ziehen sich durch sein Feld mehrere Streifen mit Robinien und Pappeln. „Die vor drei bis vier Jahren quer zur Hauptwindrichtung angelegten Gehölzstreifen verhindern Winderosion, was auf diesem Feld vorher immer ein Thema war“, berichtet der Landwirt, der auf insgesamt 300 Hektar mit 20 bis 25 Bodenpunkten Marktfrüchte sowie Futter für seine 25 Mutterkühe und 40 Mastschweine anbaut. Die Wechselwirkung zwischen Acker- und Forstkulturen verringere zudem die Verdunstung und die Bäume wirkten wie eine Pumpe auf Grundwasserströme. Bei gerade einmal 550 bis 570 Millimeter Niederschlag im Jahr wirke das durchaus positiv auf den Ertrag. Dadurch werde der Flächenverlust für die Ackerkultur, bei ihm insgesamt sieben Hektar, mindestens ausgeglichen. Dazu kommen die produzierten und vermarkteten Hackschnitzel.

Hilfe bei Anlage von Gehölzstreifen

Dass die Flächengestaltung an mediterranes Flair erinnert, ist kein Zufall. Agroforstsysteme gehören in einigen Gegenden etwa Südfrankreichs zum Landschaftsbild. Wissenschaftler und Praktiker, die im noch bis Mitte dieses Jahres laufenden Forschungsprojekt „AUFWERTEN“ zusammenarbeiten, sind überzeugt, dass Agroforstsysteme zum Beispiel auch die sandigen Böden in Südbrandenburg aufwerten könnten: sowohl für die Umwelt als auch in Hinsicht auf die Ertragssituation der Landwirte. Als Haupthindernis sehen Experten neben fehlender Förderung, dass sich die Flächennutzer zwar im Pflanzenbau, aber nicht mit der Aufzucht von Bäumen auskennen.

Spezialisierte Dienstleisterin

Genau darin sieht Susann Skalda ihre Marktchance. Die studierte Forstwirtin und Holztechnologin gründete im Jahr 2013 das Dienstleistungsunternehmen Schradenholz. Zuvor hatte sie sich als leitende Angestellte einer großen deutschen Forstbaumschule über mehrere Jahre mit Kurzumtriebsplantagen (Kup) und mit der Gewinnung von Energieholz beschäftigt. Der Name „Schraden“ ist von der früher dicht bewaldeten Landschaft im Grenzgebiet von Sachsen und Brandenburg abgeleitet. Neben der Beratung von Landwirten und Kommunen zur Anlage, Pflege und Nutzung von Kup und Agroforstsystemen beinhaltet ihr Leistungsangebot Holzerntearbeiten, Landschaftspflege sowie Trocknung und Vertrieb von Hackschnitzeln. Zur Technik, die sie dafür einsetzt, gehört der Anbau-Mähhacker MH-130. [...]

Wolfgang Rudolph

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 3 / 2019 energie AUS PFLANZEN erschienen.

www.landwirt-domin.de




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