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DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Samstag, 23.06.2018

30 Kilowatt elektrische Leistung bringt der Motor des Holzvergasers in Engelsberg. Sein Brennstoff ist Holzgas.  / Foto: WraneschitzDie Technik für den Spanner-Holzvergaser entwickelte ein Bauer aus Baden-Württemberg

Mit ihrer Wärmeversorgung sind die Bewohner des kleinen Ortes Engelsberg vollauf zufrieden: Seit dem vergangenen Winter speist ein Holzvergaser das Nahwärmenetz, der regionale Brennstoff sind Hackschnitzel.
Willi Locker strahlt übers ganze Gesicht. Er ist begeistert vom Holzgas-Reformer. Das Gerät von Spanner Re2 ist das wichtigste Teil der im Dezember 2011 installierten Anlage. Die steht in einem Häuschen neben dem Gebäude der Dorffeuerwehr von Engelsberg in der Oberpfalz.


Wobei das Wort „steht“ in diesem Zusammenhang mißverständlich ist: Weit über 5.000 Betriebsstunden ist die Anlage nach einem dreiviertel Jahr bereits gelaufen. Das Blockheizkraftwerk (Bhkw) „steht“ also fast nie, sondern der Generator produziert die meiste Zeit über Strom. Der wiederum fließt in die Leitungen des örtlichen Netzbetreibers Eon Bayern und wird mit 22 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Das ist nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für die nächsten 20 Jahre so fixiert.
gasen_01_grDie Wärme wird ebenfalls Tag und Nacht genutzt. Denn Engelsberg, ein Ortsteil der Gemeinde Lauterhofen, besitzt eine Nahwärmeversorgung. Deren 80 Grad heißer Vorlauf wird durch das Bhkw gespeist. Den ganzen Sommer über habe allein dessen Abwärme sogar mehr als ausgereicht, um das Warmwasser von 25 Häusern des Weilers zu bereiten, wie Willi Locker berichtet.
Und selbst eventueller Wärmeüberschuß wird nicht ungenutzt in die Luft geblasen: Damit werden abwechselnd in einem der zwei Bunker mit je 30 Kubikmetern die vorgetrockneten Hackschnitzel noch weiter getrocknet. Die Warmluft aus dem Bhkw-Raum wird von unten über ein Lochblech durch die überdachte Holz-Schüttung an der Außenseite des Gebäudes geleitet.
Im Winterhalbjahr ist natürlich mehr Heizenergie vonnöten als die 70 thermischen Kilowatt, die das Spanner-Aggregat HK30 abgibt. Gut, daß schon seit sechs Jahren eine Hackschnitzel-Heizanlage größtenteils die Wärme für die Gebäudebeheizung liefert, gekauft beim österreichischen Hersteller Fröling. Die Heizzentrale wurde damals im Zuge der Dorferneuerung in das neue Feuerwehrhaus integriert. Nun schiebt diese bestehende Heizung immer dann Wärme nach, wenn die Hitze der Holzvergaser-Anlage nicht mehr reicht. Das Bhkw hat also Vorrang.

Heinz Wraneschitz

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 5 / 2012 energie aus pflanzen erschienen.




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
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