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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Mittwoch, 20.06.2018

2012_03_uruguay_grAmbitionierte Ziele sollen vor allem mit Biomasse erreicht werden

Die Weidewirtschaft hat in Uruguay eine lange Tradition. Sie schrumpft aber, weil Soja, Reis, Zitrusfrüchte, Zuckerrohr für Biokraftstoffe und vor allem Waldholz, sowohl für stoffliche als auch energetische Zwecke, hoch im Kurs stehen und immer mehr Flächen in Anspruch nehmen. Während die Waldfläche stetig zunimmt, zielt die Energiepolitik des Landes darauf, bis zum Jahr 2015 schon die Hälfte des Primärenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen. Damit nimmt das kleine Land am Rio de la Plata eine Vorreiterrolle für ganz Lateinamerika ein.

Unternehmens Cofusa gearbeitet: Holzerntemaschinen des US-amerikanischen Herstellers John Deere sind im jungen Eukalyptusforst in der Nähe der Stadt Rivera im Nordosten von Uruguay im Einsatz. Roboterähnlich greifen die Erntemaschinen Eukalyptusbäume von der erst vor fünf Jahren angelegten Fläche und sägen sie in gleichmäßige Stücke von rund zehn Meter Länge. Anschließend wird das Holz von der nach FSC-Kriterien bewirtschafteten Fläche herausgeschleppt und eilig auf Lastwagen verladen. Die von Cofusa georderten Lastwagen heizen dann quer durch Uruguay in den Südosten zu den Häfen und zur Zellulosefabrik Botnia des finnischen Konzerns UPM, die unmittelbar am Rio Uruguay in der Nähe der Stadt Frey Bentos steht. Viele Lastwagen formieren sich – aus allen Waldregionen des Landes kommend – zu einer wahren Holzkarawane, die unaufhörlich gen Zellulosefabrik rollt.

2012_03_uru1_grBotnia ist eines der größten Werke seiner Art weltweit. Haushoch türmen sich die Holzmengen vor den Fabrikhallen, in denen mit großem energetischen Aufwand seit 2007 jährlich rund 1,2 Millionen Tonnen Zellulose hergestellt werden. Dafür verarbeiten die Produzenten jährlich über fünf Millionen Kubikmeter Rohholz – eine Holzmenge, die dem Jahreszuwachs von 250.000 Hektar Wald entspricht. Bei dieser rauhen Menge kommen täglich auch rund 6.500 Tonnen Holzabfälle zusammen, die die Zellulosefabrik in einem betriebseigenen Biomassekraftwerk verfeuert. Das fällt dementsprechend groß aus: Zwei Siemens-Turbinen mit einer elektrischen Leistung von 50 und 70 Megawatt schieben hier Dienst. Während ein knappes Drittel des Stroms ins Netz des uruguayischen Netzbetreibers UTE eingespeist wird, wird der größere Teil zusammen mit der erzeugten Wärme in der Fertigungsstraße genutzt.

Protest auf der Grenzbrücke

Auf dem Dach des Biomassekraftwerks bekommt der Besucher aufgrund der aufsteigenden Hitze heiße Füße. Die Luft ist brütend, der Ausblick auf das Firmengelände dafür gigantisch. Am Eingang stehen die Holzlaster Schlange, schweres Gerät greift die Holzlast von den Fahrzeugen, stapelt sie zu gigantischen Haufen. Danach wird das Holz geschreddert und über Förderbänder in die Fertigungshallen gebracht.

Dierk Jensen

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 3 / 2012 energie pflanzen erschienen.




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
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