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DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Montag, 18.06.2018

10_2011_bdbe_grVon Januar bis Juni 2011 hat der Verbrauch von Bioethanol in Deutschland um 4,7 Prozent zugelegt.

(10.10.2011) Nach den aktuellen Verbrauchsdaten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) belief sich der Bioethanolverbrauch im ersten Halbjahr 2011 auf ca. 569.000 Tonnen gegenüber ca. 545.000 Tonnen im selben Vorjahreszeitraum. Dies ergibt eine Steigerung um 4,7 Prozent. Damit hat Bioethanol im Benzinmarkt einen Anteil von 5,7 Prozent erreicht.

Wegen des zunehmenden Absatzes der Kraftstoffsorte E10 ist davon auszugehen, dass der Marktanteil von Bioethanol im zweiten Halbjahr 2011 weiter steigt, teilte der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft mit.

Produktion in Deutschland leicht rückläufig

Im ersten Halbjahr 2011 produzierten die Bioethanolanlagen in Deutschland rund 243.000 Tonnen Bioethanol aus den nachwachsenden Rohstoffen Futtergetreide und Zucker. Dies sind 20.000 Tonnen weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei war der Anteil von Zucker rückläufig, und zwar um ein Drittel.
 
Bioethanolproduktion aus Zuckerüben gesenkt

Der drastische Anstieg der Weltmarktnotierungen für Zucker in den vergangenen 18 Monaten, insbesondere bedingt durch eine geringere Ernte in Brasilien, hat zu einer angespannten Versorgungslage auch auf dem europäischen Zuckermarkt geführt: Aufgrund des höheren Weltmarktpreises sind die Zuckereinfuhren aus Drittländern deutlich geringer ausgefallen als geplant. Dies hat die EU-Kommission veranlasst, 500 000 Tonnen Zucker, die eigentlich für technische Zwecke, insbesondere für die Erzeugung von Bioethanol bestimmt waren, für den Absatz im Nahrungsmittelsektor freizugeben. Dietrich Klein, Geschäftsführer des BDBe dazu: „Das ist ein klarer Beleg dafür, dass die Versorgung des heimischen Zuckermarktes Vorrang vor anderen Verwendungen hat. Bioethanol treibt nicht den Zuckerpreis in der EU.“

www.bdbe.de




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