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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Samstag, 23.06.2018

2012_01_westafrika_grKooperationsprojekt in Togo setzt auf Nachhaltigkeit und Zertifizierung

Togo eignet sich klimatisch für den Jatropha-Anbau. Das wollen internationale und togolesische Unternehmen nutzen, um Öl zur Biodieselerzeugung zu gewinnen, aber auch, um mit Emissions-Zertifikaten zu handeln. Die Ernährung und das Auskommen der Dorfbevölkerung sollen dabei gesichert sein.

Ein ganz normales Dorf in Togo in Afrika: Auf den Äckern rundherum gedeihen Erdnüsse, Mais, Tomaten, Hirse und Soja zur eigenen Versorgung – und dann noch Jatrophapflanzen. 500 Hektar sind es hier insgesamt. Sie werden zwar ebenfalls von den Dorfbewohnern bewirtschaftet, aber gegen Lohn, denn sie gehören der togolesischen Import- und Exportfirma Calafi SARL und dem deutschen Ingenieurbüro RSR Engineering. RSR Engineering beschäftigt sich mit der Projektierung von Blockheizkraftwerken in Entwicklungsländern auf Basis erneuerbarer Energiequellen wie Jatropha- oder Palmöl. Torsten Schmidt, Inhaber von RSR Engineering, und Lambert D. Nayante, Gründer und Geschäftsführer von Calafi SARL, entwickeln seit dem Jahr 2006 ein Geschäftsmodell für den Anbau von Energiepflanzen in Togo mit dem Ziel, Öl aus den Samen der Jatropha-Pflanze zu gewinnen.
So ist geplant, im Norden von Togo auf einer Fläche von etwa 6.000 Hektar Jatropha anzubauen. Dabei würden Klimaschutz und Entwicklungshilfe im Mittelpunkt stehen, so Schmidt. Bislang investierten die beiden mehrere hunderttausend Euro.
Noch ist die erste Ernte nicht eingeholt, aber das dann gewonnene Pflanzenöl kann sowohl zur Herstellung von Seifen und Kerzen, als auch von Biodiesel verwendet werden. Was es letztlich wird, hängt auch vom Verhältnis der Produktionskosten zum Erlös ab. Die Biodieselerzeugung lohnt nur, wenn deren Kosten deutlich unter dem Preis für fossilen Diesel liegen, den das togolesische Handelsministerium festsetzt. Im Jahr 2007 lagen nach einer Studie im Rahmen des EUProjektes „Competence Platform on Energy Crop and Agroforestry Systems for Arid and Semi-arid Ecosystems – Africa“ diese Produktionskosten etwa fünf Prozent unter dem Preis für fossilen Diesel, was sich bis jetzt kaum geändert hat.

Thomas Isenburg

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 1 / 2012 energie pflanzen erschienen.





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