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DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Samstag, 23.06.2018

04_11_schmihing_ruebenwaesche_grRübenwäsche Rhino entsteint, wäscht und schnitzelt

Die Konstruktion hat sich in Irland zum Herstellen kleinerer Mengen von Rübenschnitzeln aus ungereinigten, ganzen Rüben längst bewährt. Nun kommt sie in vergrößerter Form nach Deutschland.

(dme). Wie die Rübe sauberbekommen? Diese Frage stand beim Lohnunternehmen Osters & Voß aus Plattenburg in Nordbrandenburg im Raum, denn auch hier erwägen Betreiber von Biogasanlagen Zuckerrüben als alternatives Substrat. Mit der Firma Günter Schmihing pflege er schon lange Geschäftskontakte, erzählt Christof Voß weiter, einer der Geschäftsführer von Osters & Voß. Als Schmihing ihm von einer Rübenwäsche aus Irland berichtete, horchte er auf.


Voß und Schmihing flogen auf die Insel und schauten sich den Prototyp der Rübenwäsche „Rhino“ des Herstellers Cross Agricultural Engi-neering selbst an. „Das hat prima funktioniert“, erinnert sich Voß. Seit kurzem hat er sie auf dem eigenen Hof stehen, zum 20jährigen Bestehen des Unternehmens im vergangenen Juni war sie auch in Aktion zu sehen. Als Probesubstrat hatte sich Voß eine Lkw-Ladung ganze silierte Rüben aus Lenthe bei Hannover geholt (siehe energie pflanzen 4/2010).

Die „Rhino“ ist allerdings etwas größer als die irische Originalmaschine, denn diese wurde nur für Mengen von 30 bis 40 Tonnen Durchsatz je Stunde entwickelt, und das bereits vor 18 Jahren. Die für Deutschland entwickelte Version hat einen Durchsatz von bis zu 60 Tonnen Rüben pro Stunde. Im Transportzustand mißt die Maschine 13,6 Meter. Sie besteht aus drei Abschnitten: Entsteinung, Wäsche und Schnitzelwerk. Vom großen Einfülltrichter gelangen die Rüben in einen mit Wasser gefüllten Zyklonabscheider. Da Steine, aber auch Sand und ähnliches, schwerer als Rüben sind, sinken jene zu Boden. Hier werden sie ausgetragen und in einem beigestellten Container aufgefangen. Die aufschwimmenden Rüben dagegen transportiert ein Auswurfpaddel vom Zyklon in die Waschtrommel. Sauber gewaschen fallen sie anschließend auf ein Austragsband, das zum Schnitzelwerk führt. Dieses ist optional zuschaltbar, die Rüben können also auch nach der Wäsche als ganzes ausgetragen werden. Dieser Punkt ist für Christof Voß wichtig, denn die meisten seiner Kunden werden wohl ein Musen der Rüben bestellen, da sie nur so pumpfähig sind. Den richtigen Anbau dafür zu finden, hat sich Voß selbst zu seiner nächsten Aufgabe gemacht. Für die kommende Rübensaison rechnet er mit einem Auftragsvolumen von etwa 20.000 Tonnen.

Angetrieben wird die Mechanik der Wäsche über eine Zapfwelle vom Schlepper. Acht hydraulische, waagerecht auszurichtende Stützfüße sorgen für einen stabilen Stand. Das Absaugen des Schmutzwassers erfolgt konventionell über Schläuche mit sechs Zoll Durchmesser. Zum Einleiten der gut 11.000 Liter Waschwasser werden nur wenige Minuten benötigt.

www.ruebenschnitzler.de

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 4 / 2011 energie pflanzen erschienen.





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