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DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Samstag, 23.06.2018

Die Firma August Storm wartet vor Ort, zur Generalüberholung geht’s ins Werk05_11_strom_gr

Eine regelmäßige Wartung von Biogasmotoren stellt den möglichst störungsfreien Betrieb sicher, irgendwann steht aber doch eine Generalüberholung auf dem Programm. Die kann dann nicht mehr vor Ort erfolgen, denn dazu ist außer geschultem Personal auch die umfangreiche Technik im Werk nötig.

Diese beiden Voraussetzungen erfüllt die Firma August Storm an ihrem Sitz im niedersächsischen Spelle (Landkreis Emsland). Im Werk 1 läßt sich erahnen, wie die Firma Storm als Schleiferei für Kurbelwellen vor über 70 Jahren angefangen hat: Hier stehen und arbeiten Maschinen, die teilweise schon seit den 50er Jahren in Betrieb sind.

Das typische Grau-Grün der Maschinen ist bereits matt geworden und der Geruch von Maschinenöl liegt in der Luft. In diesem ersten Werk, das 1982 bezogen wurde, führen Mitarbeiter die komplette mechanische Bearbeitung durch, in der zweiten Werkshalle  werden die Motoren auseinandergenommen, gereinigt, auf Dichtheit geprüft und wieder zusammengebaut. Der Firmensitz in Spelle wurde im Jahr 2009 um einen Neubau mit Verwaltungsgebäude und ebendiese Werkshalle mit Ersatzteillager erweitert.

05_11_storm_m_grHier werden Diesel- und Gasmotoren aus ganz Deutschland und Europa zur Revision angeliefert. Seit über zehn Jahren führt die Firma Storm auch Revisionen von Biogasmotoren durch, mittlerweile machen sie ein Viertel der das Werk durchlaufenden Motoren aus. Ab 100 Kilowatt Leistung können Biogasmotoren aller Hersteller bearbeitet werden. Als Hausnummer für Gasmotoren gilt: Nach 50.000 bis 60.000 Betriebsstunden – bei guter Auslastung also rund sieben Jahren – macht der übliche Verschleiß eine Komplett-Überholung nötig. Wann genau dieser Zeitpunkt erreicht ist, hängt natürlich auch von der regelmäßigen Pflege und Wartung des Motors ab. So macht bei der Firma Storm die Arbeit der Servicetechniker vor Ort auch den deutlich größeren Anteil aus. Was nur logisch ist, da je nach Hersteller alle ein- bis zweitausend Stunden eine ausführliche Wartung vorgesehen ist. Für diese Arbeit vor Ort bietet Storm in der Regel keine starren Wartungsverträge an, sondern geht individuell auf Kundenwünsche ein: „Uns ist wichtig, daß wir für unsere Kunden flexibel sind“, erläutert Tanja Kellmann, die am Firmensitz in Spelle unter anderem in der Einsatzplanung tätig ist. Durch das deutschlandweite Servicenetz mit Stützpunkten und Niederlassungen sei man immer nah am Kunden und könne schnell auf Anfragen reagieren. Speziell ausgebildete Service-Mitarbeiter sorgen dafür, daß bei Bedarf Hilfe schnell vor Ort ist und so die Stillstandszeiten möglichst kurz ausfallen. Den besonderen Umfang des Angebots betont Kellmann: „Mit ihrem 24-Stunden-Service-Telefon steht die Firma Storm Kunden rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite.“ Service vor Ort für Biogas-Betreiber. Nach Ablauf der Gewährleistung des Motorenherstellers suchen sich Betreiber von Biogasanlagen oftmals einen neuen Ansprechpartner für regelmäßige Wartungsarbeiten und eventuell nötige Ersatzteillieferungen. Die Firma Storm hat sich für diese Dienstleistungen mit ihrem deutschlandweiten Netz einen guten Namen erworben und kann sich über mangelnde Aufträge nicht beschweren. Nach der Anlieferung im Werk gehen die Mitarbeiter zunächst daran, den Motor vollständig zu zerlegen. Bei einem 500-Kilowatt-Aggregat dauert allein dieser erste Arbeitsschritt zwei Tage. Anschließend werden die einzelnen Bauteile gesäubert, um sie für die weitere Bearbeitung vorzubereiten. Für diese Reinigung stehen im Werk spezielle Waschmaschinen zur Verfügung – das erspart mühsame und zeitintensive Handarbeit. Damit die Mitarbeiter entscheiden können, welche Bauteile wie bearbeitet oder eventuell ersetzt werden müssen, heißt es nun: gewissenhaft prüfen. Wo sind vielleicht Risse aufgetreten oder Dichtflächen nicht in Ordnung? Wenn bei diesem Punkt Klarheit herrscht, geht es je nach Bedarf weiter zur mechanischen Bearbeitung, wo Zylinderköpfe, Pleuelstangen, Motorblöcke und Kurbelwellen den nötigen Feinschliff erhalten – am Ende soll schließlich alles rundlaufen. Und weil auch bei einem eigentlich so „dreckigen Arbeitstier“ wie einem Motor das Auge mitguckt, wird nach dem Zusammenbau der Motor komplett lackiert. Zu guter Letzt ist also nicht nur alles technisch einwandfrei, sondern sieht auch noch wie neu aus, wenn der Motor wieder funktionsfähig zusammengesetzt ist.

Tauschen statt lange warten

Eine vollständige Generalüberholung dauert je nach Motortyp bis zu vier Wochen – so lange will kein Betreiber einer Biogasanlage auf seinen Motor verzichten, allein schon aus wirtschaftlichen Gründen. Um die Stillstandszeiten möglichst kurz zu halten, bietet Storm das „Tauschmotoren-Programm“ an. Dabei muß nicht mehr gewartet werden, bis der eigene Motor aus der Komplett-Kur zurück ist, sondern er wird durch einen Tauschmotor ersetzt. Dazu sind einbaufertige Modelle bei Storm immer auf Lager. Dies garantiert, daß auch in Zukunft die Biogasanlage technisch und wirtschaftlich rundläuft.

www.a-storm.com

Johanna Waid

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 5 / 2011 energie pflanzen erschienen.




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