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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Samstag, 23.06.2018


Die Idee der ganz kleinen, reinen Gülle-Biogasanlage kam dem Ingenieur Jörg Matthes, als im EEG 2009 der Gülle-Bonus eingeführt wurde. Matthes ist auch Mitglied im Fachausschuß Biogas der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und so übernahm die DGS die Projektleitung und warb Entwicklungsmittel aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) der EU ein. Die Mittelbewilligung ist an eine internationale Zusammenarbeit gebunden, die sich mit der spanischen Energieagentur EREN verwirklichen ließ. Aber das Verfahren läßt sich sicherlich in vielen Teilen der Welt einsetzen.

Die Anlage ist nur für Gülle, betont Matthes ausdrücklich, denn die Technik sei auf maximal zehn Prozent Trockensubstanzgehalt ausgelegt. Sie wird praktisch zwischen Stall und konventionellem Güllelager eingebaut und besteht aus einem Fermenter, der ein 50 Kubikmeter fassender, liegender Tank ist, einem Technik-Container mit Bhkw und einem Gasspeicher von 70 Kubikmetern. Bis zu fünf Kubikmeter Gülle pro Tag kann die Anlage verarbeiten, die hydraulische Verweilzeit liegt bei zehn bis 20 Tagen. Das Biogas wird in dem Gasspeicher zwischengelagert, um nach der üblichen Aufbereitung in einem Kubota-Motor verbrannt zu werden. Mit einem 50-Kubikmeter-Fermenter lassen sich so etwa zehn Kilowatt elektrische und 25 Kilowatt thermische Leistung gewinnen. Mit einem oder zwei zusätzlichen Fermentern steigt die Leistung auf 20 beziehungsweise 30 Kilowatt. Damit ist dann auch die Grenze des Motors erreicht, so Matthes. Technikcontainer und Gasspeicher reichen bis zu dieser Leistung ebenfalls aus. Als Investitionskosten veranschlagt der Ingenieur 150.000 Euro plus je 50.000 Euro für einen weiteren Fermenter.

www.portaferm-biogas.de

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 6 / 2010 energie pflanzen erschienen.




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