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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Freitag, 20.07.2018

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Die Pumpe mit einem Zerkleinerer zu kombinieren, um die gröberen Anteile im Substrat pumpfähig zu machen, hat sich längst bewährt. In der Regel wird an dieser Stelle auch Flüssigkeit zugemischt, sei es Gülle oder Rezirkulat.
Eine solche Kombination bietet jetzt auch die Pumpenfabrik Wangen mit dem Bio-Mix. Ein Steinfangrechen schützt ihn vor Bruch. Trichter und Schnecke sind aus VA-Stahl, der Trog mit der Schnecke ist praktischerweise mit mehreren Reinigungsöffnungen versehen. Erhältlich ist der Bio-Mix mit Fördermengen von 30 bis 80 Kubikmetern pro Stunde. 


Bei Börger erhielt der Feststoffeintrag Powerfeed SSE einen Schneidvorsatz für Rüben und andere Feldfrüchte. Grund ist der Trend, Zuckerrüben in Biogasanlagen zu nutzen. Auch der Rotacut von Hugo Vogelsang Maschinenbau zerkleinert Substrate. Neu ist hier ein Modul, das den Messerverschleiß mißt und auf dem Bildschirm in der Zentrale sichtbar macht.Vor allem gewerblichen Anlagen ermöglicht dies ein rechtzeitiges Auswechseln – bevor prompt am Wochenende der Bereitschaftsdienst anrücken muß, erläuterte Ansgar Jansen.

Bei den Pumpen selbst tut sich wenig: Vogelsang bietet neu eine Pumpe mit einem Fördervolumen von 10.000 Litern pro Minute zur schnellen Faßbefüllung. Pfiffig ist die Idee von Börger, nur die Kolbenspitzen der Drehkolbenpumpen austauschen zu können, so daß der Aufwand zum Wechseln bei Verschleiß sinkt. Auch alte Kolben sind mit dem neuen System nachrüstbar.

www.wangen.com
www.boerger.de
www.vogelsang-gmbh.com


Auf der Eurotier im vergangenen November erklärte Planet Biogastechnik noch, ein Schwerpunkt der Forschung sei der Substrataufschluß. Auf der Fachverbandstagung Mitte Januar wurde dann der Gorator für die Substratzerkleinerung vorgestellt: Physikalische und mechanische Wirkmechanismen werden kombiniert und dadurch schwer abbaubare Substrate in einem zylindrischen Gehäuse zerkleinert, zerfasert, gemischt und befördert.
In dem Gehäuse rotiert eine schräge Scheibe — die daraus resultierende Taumelbewegung bewirkt eine Beschleunigung des Substrates in axialer und radialer Richtung. Die sich überlagernden Bewegungen des Materials erzeugten Schub- und Scherspannungen, die zu einer intensiven Durchmischung und Förderung führten, so der Hersteller. Feststoffe werden durch die Fliehkraft in die Nuten transportiert und dort von den Zähnen an der Schrägscheibe zerkleinert. Der Austrag erfolgt ähnlich wie bei einer Kreiselpumpe durch die Zentrifugalbeschleunigung des Substrates aus dem Druckstutzen heraus. Der Gorator kann vor dem Fermenter eingebaut werden, die Firma favorisiert aber die Position zwischen Fermenter und Nachgärer, denn der Abbau des Substrates im Fermenter durch die Bakterien sollte immer der erste Schritt sein. „Wir sehen den Gorator dann als sinnvolle Ergänzung an, wenn es darum geht, Gärprozesse
zu optimieren oder Biogasanlagen zu repowern“ so Stefan Esseling, Leiter der Planet-Entwicklungsabteilung. Sollte schwer abbaubares Material nach der Verweilzeit im Fermenter erst unzureichend ausgegoren sein, kann die Zerkleinerung vor dem Nachgärer helfen, wirklich das gesamte Gaspotential des jeweiligen Substrates auszunutzen.

www.planet-biogas.com


Auch bei den Rührwerken wird eher an Kleinigkeiten gefeilt als geklotzt. Suma Rührtechnik stellte den AMT Rührgigant mit bis zu sieben Meter Rohrlänge bereits im vergangenen Jahr vor, inzwischen gibt es ihn als Langsamläufer mit 18,5 Kilowatt Leistung und 130 Umdrehungen pro Minute sowie als Schnelläufer mit 270 Umdrehungen und einem 18-Kilowatt-Motor.
Stallkamp verbesserte die Wartung, indem der Gleitring an den Dichtungen nun einfacher zu wechseln ist. Wie bei Suma ist auch bei Stallkamp dessen Tauchmotorrührwerk TMR jetzt ATEX-tauglich.
Neben den Separatoren der Marke FAN baut die Bauer Group nun auch Tauchmotorrührwerke für „abrasive Medien“, die Reihe nennt sich MSXH. Die Rührwerke sollen aufgrund ihrer Getriebekonstruktion sparsam im Energieverbrauch sein. Die Propeller sind aus Edelstahl und mit einer speziellen Schubkante für einen hohen Wirkungsgrad versehen.
Ein neues Rührwerk entwickelte Rohn für den Hydrolyse-Behälter, der beim Lipp-System dem Fermenter zur Substratanmaischung vorgeschaltet ist. Das neue Rührsystem besteht aus zwei Rührwerken, die in einem definierten Abstand und Winkel zueinander stehen, was Rohn auch zum Patent anmeldete. Es mischt bis zu 40 Tonnen Substrat pro Stunde ein, auch bei hohem Trockensubstanzgehalt.

www.suma.de
www.stallkamp.de
www.bauer-at.com
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Lipp entwickelte zudem sein Fallschacht-Rührwerk weiter. Es ist jetzt in einem Rohr untergebracht, das aus dem Fermenter herausführt. Damit ist das Rührwerk herausziehbar, ohne den Fermenter entleeren zu müssen.
Mit mehr Wartungsfreundlichkeit für Rührwerke beschäftigte sich auch UTS. Beim gegenüber der Service-Box Classic verbessertem Modell „Pro“ wurde die Über-/Unterdrucksicherung überarbeitet und durch einen Folienvorhang unerwünschte Methanemissionen weiter verringert. Die Service-Box kann sowohl auf Folien- als auch Betondecken angebracht werden und ermöglicht das komplette Herausziehen des Rührwerkes, ohne den biologischen Prozeß im Fermenter durch Lufteintrag, Füllstandsabsenkung und ähnliches zu stören.

www.lipp-system.de
www.uts-biogas.com


Dieser Artikel ist in der Ausgabe 1 / 2011 energie pflanzen erschienen.




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
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