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DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Montag, 18.06.2018

Biogasanlage EinbeckSubstrate auch von der KWS

Bereits vor zwei Jahren wurde nur wenige Kilometer vom Stammsitz der KWS entfernt die Biogasanlage Einbeck in Betrieb genommen. Ein Viertel ihrer Substrate stammen von den Versuchsfeldern des Saatgutzüchters. Betreiber ist jedoch die Eon Bioerdgas GmbH, die das aufbereitete Biogas ins Erdgasnetz einspeist.

Seit Herbst 2009 arbeitet am Ortsrand von Einbeck im Landkreis Northeim eine Biogasanlage mit Gaseinspeisung der Eon Bioerdgas GmbH. Die Nawaro-Anlage baute MT-Energie GmbH, die zunächst auch selbst an der Anlage beteiligt war, bis die Eon Bioerdgas sie kaufte.  Die Anlage erzeugt etwa tausend Normkubikmeter Rohbiogas pro Stunde in zwei Rührkessel-Fermentern und einem Nachgärer. Für den Gärrest stehen drei abgedeckte Lager zur Verfügung. Die Substrate stammen zu etwa einem Viertel von den Versuchsfeldern der KWS. Der Substratmix setzt sich zusammen aus 80 Prozent Mais, 15 Prozent Gras und etwa fünf Prozent Ganzpflanzensilage. Auch Zuckerrüben wurden hier zeitweise vergoren, doch deren Silierung in Schläuchen erwies sich als zu teuer, Platz für die Lagerung fehlte außerdem. Die Gärreste gehen anteilig an die 70 Substratlieferanten zurück.

Das Biogas wird zu Erdgasqualität mit Hilfe einer drucklosen Aminwäsche, auch BCM-Verfahren genannt, aufbereitet. Die Anlage dafür lieferte MT-Energie, die ursprünglich dieses Verfahren für die Biogasaufbereitung anpaßte. Dabei strömt das zuvor entschwefelte und getrocknete Rohbiogas im Gegenstrom durch eine Waschkolonne mit einer Aminlösung. Hier wird Kohlendioxid absorbiert, während das hochreine und aufkonzentrierte Biomethan am Kolonnenausgang gesammelt wird. Eingespeist werden schließlich etwa 500 Kubikmeter Biomethan pro Stunde, oder 4,6 Millionen Normkubikmeter Biomethan pro Jahr, die in die Transportleitung der Eon Avacon eingespeist werden. 
Die Eon Bioerdgas GmbH ist innerhalb des Eon Konzerns für die Produktion, die Netzeinspeisung und die Beschaffung von Biomethan zuständig und wurde im Jahr 2007 mit dem Ziel gegründet, Biomethan als innovative, umweltfreundliche Quelle der Strom- und Wärmeversorgung bereitzustellen. Neben der seit 2008 betriebenen Biomethananlage im bayerischen Schwandorf wurden im Jahr 2009 zwei weitere eigene Bioerdgasanlagen im bayrischen Aiterhofen und die im niedersächsischen Einbeck in Betrieb genommen. Ende 2009 betrug die Einspeisekapazität der Eon Bioerdgas aus eigenen Anlagen und aus Projekten mit Partnern insgesamt etwa 40 Millionen Normkubikmeter Biomethan, was damals einem Anteil von etwa 20 Prozent an der Kapazität aller Biomethanprojekte in Deutschland entsprach.

www.eon-ruhrgas.com (Engagement > Bioerdgas)

Christian Mühlhausen

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 2 / 2011 energie pflanzen erschienen.




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