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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Freitag, 15.11.2019

Unter anderem konnte bei der Anlage in Bergkirchen/Ried eine automatische Abregelung der Bhkw-Leistung registriert und das ursächliche Problem behoben werden. / Foto: Kress

Managementsystem „E-Boost“ nimmt die Energieeffizienz in den Blick

Erneuerbare-Energie-Anlagen sind vorrangig Erzeuger, ihre zahlreichen Komponenten verbrauchen aber auch Strom. Hier schlummert an vielen Stellen noch Potenzial zur Effizienzsteigerung.

Hubert Hartmann betreibt in Bergkirchen/Ried nördlich von München auf seinem landwirtschaftlichen Betrieb mit Viehhaltung eine Biogasanlage. Inbetriebnahme war im Jahr 2010, vier Jahre später verdoppelte er die Leistung. Seitdem erzeugen zwei Blockheizkraftwerke mit einer installierten Leistung von je 210 Kilowatt Strom und Wärme. Der Strom wird ins Netz eingespeist, die Wärme wird sowohl für die Beheizung der Fermenter als auch in einem Nahwärmenetz für die umliegenden Häuser verwendet. Die Anlage wird mit einem Mix aus Gülle, Mist, Mais- und Grassilage sowie Zuckerrüben beschickt.

Im April 2018 installierte der Betreiber die Anlagenüberwachung „E-Boost“ (Kasten S. 24) der Veil Energy Srl aus Bozen in Südtirol, nachdem in einem ersten Gespräch mit Hubert Hartmann Optimierungspotenzial gerade in Bezug auf die Überwachung der gesamten Anlage – Blockheizkraftwerke und Biogaserzeugung – festgestellt wurde. Es existierte keine Fernüberwachung und auch keine Kontrolle über die Eigenverbraucher. Ganz anders jetzt: Bei Hartmann visualisiert, überwacht und steuert E-Boost die Blockheizkraftwerke. Zudem werden die Eigenstromverbraucher wie Substratmischer, Rührwerke und Lüfter hinsichtlich Verbrauch und Störungen überwacht. Durch den Einsatz von E-Boost konnte der Eigenstromverbrauch verringert werden, ohne in den Prozess der Biogaserzeugung eingreifen zu müssen.

Motorleistung reduziert – warum?

Gewissermaßen am Puls der Blockheizkraftwerke zeigte das System, was es kann: Seit Anfang Mai reduzierte die Bhkw-Steuerung des Anlagenbauers die Leistung eines der beiden Blockheizkraftwerke täglich im Zeitraum von 9 bis 20 Uhr von 160 auf 120 Kilowatt. E-Boost registriert das – für den Anlagenbetreiber wäre es ohne eine solche Unterstützung kaum zu bemerken. Er kann so etwas nur durch mehrmalige, tägliche Kontrolle der Anlagensteuerung feststellen. In diesem Fall bedeutete die Leistungsreduzierung von 40 Kilowatt über den Zeitraum von elf Stunden täglich 440 Kilowattstunden weniger Stromproduktion. Beispielhaft angenommen, das Problem hätte über den Zeitraum von 150 Tagen bestanden: Der Verlust hätte sich auf 66.000 Kilowattstunden summiert, die bei einer Einspeisevergütung in Höhe von 23 Cent je Kilowattstunde 15.180 Euro entsprechen.

Soweit muss es nicht kommen: Unregelmäßigkeiten dieser Art erkennt E-Boost sofort und meldet sich automatisch beim Betreiber. Dies erfolgt sowohl auf dem Systembildschirm, als auch mit Warnmeldung per E-Mail oder SMS. Auf der Anlage in Bergkirchen erfolgte die Leistungsreduktion automatisch aufgrund der regelmäßigen Überhitzung des Maschinenraums. Ursache dafür war der verschmutzte Raumlüfter. Eine einfache Reinigung mit dem Zeitaufwand einer halben Stunde löste das Problem. [...]

Klaus Kress
Johanna Waid

www.veil-energy.eu

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 5 / 2019 energie AUS PFLANZEN erschienen.




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