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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Dienstag, 16.07.2019

Dieses 400-Kilowatt-Aggregat wurde im Zuge der Flexibilisierung neu hinzugebaut.Thomas Rott überbaute nur doppelt, denn es fehlt Speicher

Mit anfangs 190, später etwa 350 Kilowatt elektrischer Leistung baute der Landwirt aus Württemberg eine gut zu seinem Hof passende Biogasanlage. Auch die Flexibilisierung begrüßt er. Doch dabei stößt er an Grenzen.


Wir haben hier nicht so viel Platz“, beschreibt Thomas Rott die Situation auf seinem Hof im Kirchtal bei Aidlingen nahe Stuttgart. Das Tal ist eng. Schon jetzt sind das Wohnhaus, die Ställe und die Behälter der Biogasanlage wie an einer Perlenkette direkt vor dem steilen Hang aufgereiht. Für eine Vier- oder Fünffachüberbauung, wie sie öfters aus wirtschaftlicher Sicht empfohlen wird, fehlt Rott der Platz. Überhaupt ist seine Biogasanlage mit gut 370 Kilowatt Bemessungsleistung nicht die größte, aber zu seinem Hof passt sie. Zu seinen Flächen im sogenannten Heckengäu am Ostrand des Nordschwarzwaldes zählt viel Grünland auf Muschelkalk. Gleichzeitig ist die Gegend Naherholungsgebiet für den Großraum Stuttgart. Rott spezialisierte sich auf die Zucht von Charolais-Rindern in Muttertierhaltung. Die Tiere mit hellem, gerade ein bisschen zottigem Winterfell stehen im Winter im Stall auf Stroh, im Sommer draußen. Ihr Mist ist auch eines der Hauptsubstrate für die Biogasanlage. Dazu kommen insbesondere Ganzpflanzensilage und Landschaftspflegegras.

Die Biogasanlage ging im Jahr 2007 in Betrieb: mit einem 192-Kilowatt-Bhkw. Doch bald wollte der Landwirt mehr Mist und Gras füttern. Dazu wurde ein Querstromzerspaner zum Zerkleinern und ein Biomix zum Einmischen von Rezirkulat in das kleingeschredderte Futter installiert. Der Gasertrag war nun so hoch, dass Thomas Rott ein weiteres 192-Kilowatt-Aggregat anschaffte, das er im vorhandenen Bhkw-Gebäude aufstellen konnte.

Wärmeliefervertrag vor Bau der Biogasanlage

Für die Wärme hatte Thomas Rott schon vor der ersten Biogasproduktion einen Abnehmer unter Vertrag: ein mehrgeschossiges Wohnhaus mit 78 Wohneinheiten, etwa 750 Meter von seiner Anlage entfernt. Den Wärmepufferspeicher musste er allerdings bei sich im Bhkw-Raum aufstellen, da in dem Wohnhaus kein Platz war. Und auch für den Sommer fanden sich bald Wärmenutzer. „Ich hatte anfangs unterschätzt,
was das für ein Markt ist“, erinnert sich Rott. Scheitholz, Getreide, Körnermais und vor allem Linsen in Hakenliftcontainern werden inzwischen an die Heißluftschläuche angeschlossen. Um aber verlässlich die Versorgung des Wärmenetzes sicherzustellen, benötigte der Betreiber eine gute Steuerung, die er schließlich mit der „L-ENZ“ bei der Lauber GmbH fand. Dann fragte auch noch eine spezialisierte Gärtnerei nach Trocknungskapazität für ihre Heilkräuter und Gewürzpflanzen wie Brennesseln, Sonnenhut und Wermut. Damit diese Güter vor Regen geschützt trocknen können, überspannt inzwischen ein nagelneues Dach den Platz. Die Holzverschalung auf der Rückseite ist noch nicht einmal fertig. [...]

Dorothee Meier

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 1 / 2019 energie AUS PFLANZEN erschienen.

www.bauer-rott.de
www.novatechgmbh.com




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
Kompetente Fachinformationen rund um nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

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