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DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Dienstag, 20.11.2018

Zwischen Fermenter und Gärrestbehälter befindet sich der Technikraum mit Substratpumpen und Heizungsverteilung.Hof-Biogasanlage erreicht außerordentliche Auslastung

Um Gülle und Mist ihres Milchviehbetriebs bestmöglich zu verwerten, entschied sich Familie Dreger für eine 75-Kilowatt-Biogasanlage. Zeit für ein Fazit nach zwei Jahren Betrieb.


So wie die Anlage und das gesamte Hofgelände der Familie Dreger glänzt auch die Bilanz nach zwei Jahren Betrieb: „Wir kommen auf über 8.700 Stunden Auslastung im Jahr, das ist top“, berichtet Sohn Jochen Dreger, der für die Biogasanlage zuständig ist.

Auf dem Hof der Familie Dreger im bayrischen Landkreis Donau-Ries stehen rund 80 Milchkühe mit Nachzucht. Deren Gülle und Festmist sollte besser verwertet werden, als unbehandelt auf Acker und Grünland ausgebracht zu werden. Mit dem Gedanken an Biogaserzeugung beschäftigten Vater und Sohn sich deshalb schon seit dem Jahr 2010. Die eigene 75-Kilowatt-Anlage nahm schließlich im Sommer 2016 den Betrieb auf. Für die klassischen Milchviehhalter ist die Anlage ein willkommenes zusätzliches Standbein.

Geringer Arbeitsaufwand

„Das Gute liegt so nah“ – dieser Spruch trifft bei den Dregers auf die Wahl des Anlagenbauers zu. Der Firmensitz der NQ-Anlagentechnik GmbH liegt im benachbarten Alerheim, deren Geschäftsführer Christian Quirrenbach zeigt die saubere Anlage gerne vor: „Hier merkt man, dass der Betreiber sich gut und regelmäßig kümmert. Mit einem hohen Grad an Automatisierung machen wir es ihm so leicht wie möglich.“ Dass dies gelingt, bestätigt Jochen Dreger, dessen Erfahrungswert für den Arbeitsaufwand bei durchschnittlich einer Stunde pro Tag liegt: „Damit ist aber wirklich alles abgedeckt.“

Die Substrate sind ein klassischer 80-20-Mix: etwas über 80 Prozent Rindergülle und -festmist aus dem eigenen Stall, dazu Mais- und Grassilage. Vater Walter Dreger erläutert: „In der Anlage verwerten wir auch die Futterreste aus dem Stall und den Siloanschnitt, schließlich steckt da noch Energie drin.“ Die Gärreste werden vollständig als Dünger auf den hofeigenen 80 Hektar Acker und 40 Hektar Grünland ausgebracht.

Der bewährte Anlagenaufbau von NQ besteht bei der 75-Kilowatt-Klasse aus einem Fermenter mit Betondecke sowie einem Gärrestbehälter mit Tragluftdach. Für den Fermenter mit 16 Meter Durchmesser ist ein Paddelrührwerk ausreichend, das durch die Decke eingelassen ist. Das Rührwerk mit elf Kilowatt Antriebsleistung fertigt NQ selbst: Die Paddel sind beweglich montiert und passen sich durch einen Schwimmer dem Füllstand im Behälter an. „Bei unserem hohen Gülleanteil reicht es, zwölf Minuten pro Stunde zu rühren“, berichtet Jochen Dreger. [...]

Johanna Waid

www.nq-anlagentechnik.de

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 5 / 2018 energie AUS PFLANZEN erschienen.




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