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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Samstag, 23.06.2018

2011_6_regelenergie_grNeue Möglichkeiten der Direktvermarktung im EEG 2012

Mit dem EEG 2012 bekommt die Direktvermarktung einen neuen Stellenwert. Doch damit verbundene Begriffe wie Markt- und Flexibilitätsprämie haben wenig mit den bisherigen Boni zu tun. Wer das neue System durchschaut, kann jedoch höhere Gewinne erwirtschaften.

Biogasanlagen genießen die festen EEG-Vergütungssätze für 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Ein Ruhekissen ist dieser Fixpreis jedoch nur auf den ersten Blick: Kostensteigerungen – insbesondere bei den Substraten – und teilweise auch für Bestandsanlagen greifende zusätzliche Auflagen lassen den Festpreis schnell zur eisernen Klammer werden. Wer übermorgen erfolgreich sein will, prüft jetzt jede Gelegenheit zur Optimierung.


So wichtig die Vermarktung von Gärresten und solide Wärmekonzepte sind, der Löwenanteil der Erlöse wird nach wie vor mit dem Stromverkauf verdient. Es lohnt sich daher besonders, Alternativen in der Stromvermarktung zu prüfen.

2011_6_regelenergie_1_grDer Strombedarf im Tages- und Jahreslauf schwankt stark. Gleichzeitig liefern Photovoltaikanlagen und Windräder nur dann Strom, wenn Licht- und Windverhältnisse dies zulassen. Bioenergie, insbesondere Biogas, kann diesen Schwankungen entgegenwirken, denn die verwendeten Brennstoffe sind speicherbar. Zusätzlich können vor allem Biogas-Bhkw innerhalb von Minuten die Stromproduktion einstellen oder erhöhen. Die Fähigkeit zur bedarfsgerechten Stromerzeugung ist daher ein gewichtiges Argument für Biogas. Derzeit werden Effizienz und Umweltwirkungen der Biogaserzeugung in der Öffentlichkeit diskutiert, gleichzeitig ist Biogasstrom bei sinkenden Einspeisevergütungen für Wind- und Solarstrom auf dem Weg, die teuerste Sorte Ökostrom zu werden. Höchste Zeit also, die Stromerzeugung nicht nur auf Podiumsdiskussionen, sondern auch draußen auf den Anlagen minutengenau an den Bedarf anzupassen. Letztlich wird die Biogaserzeugung nur dann eine nachhaltige Technik mit Zukunft sein, wenn sie ihre Leistung komplett nutzt und zum maximalen Wert vermarktet. Dazu zählt die Verwertung des gesamten Energiegehalts im Biogas durch Wärmenutzung am Standort oder durch Einspeisung von Biomethan in das Erdgasnetz. Dazu zählt aber auch, Strom dann zu produzieren, wenn er knapp und entsprechend teuer ist. Das macht – solange die Zusatzkosten im Rahmen bleiben – ökonomisch Sinn, in jedem Fall ist es ein Schritt hin zu 100 Prozent erneuerbaren Energien und weg von der Notwendigkeit, fossil betriebene Großkraftwerke als Sicherheit zu erhalten.

Welche Möglichkeiten hat der Betreiber einer Biogasanlage nun, bei der Stromeinspeisung das Korsett der EEG-Vergütung zu lockern oder gar abzustreifen? Zum 1. Januar 2012 gelten mit dem neuen Er- neuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2012) auch für Bestandsanlagen neue Regeln, die erste Möglichkeiten bieten, die Stromvermarktung als Teil der Betriebsstrategie zu begreifen. Drei Instrumente stehen zur Wahl: Die Strom-Direktvermarktung, die flexible Stromerzeugung und die Teilnahme an der Regelenergie.

Florian Gerlach
Regionale Bioenergieberatung Schleswig-Holstein/Hamburg
www.bioenergie-portal.info

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 6 / 2011 energie pflanzen erschienen.




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
Kompetente Fachinformationen rund um nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

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