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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Freitag, 24.11.2017

biokunststoff_zert_grTÜV für Biokunststoffe

Eine Methode zur Altersermittlung aus der Archäologie wird jetzt auch zur Bestimmung des Anteils von nachwachsenden Rohstoffen in Biowerkstoffen genutzt.

Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen sind aus Materialien gefertigt, deren Entstehungsgeschichte mit der Photosynthesereaktion verknüpft ist: Aus energiearmen, anorganischen Stoffen, vor allem Kohlendioxid und Wasser, werden energiereiche, organische Kohlenhydrate. Diese Reaktion entfernt das Treibhausgas CO2 aus der Atmosphäre, in Biokunststoffen wird es damit auch fixiert. Letzteres macht beispielsweise auch der brasilianische Chemiekonzern Braskem, wenn er aus Zuckerrohr Ethanol gewinnt und in die Massenkunststoffe Polyethylen und Polypropylen umwandelt.

glycerin_siemens_telefon_grSchlafender Riese der Biokunststoffe

Daß fossile Ressourcen für die energetische wie die stoffliche Nutzung nur begrenzt verfügbar sind, ist mittlerweile auch in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Nicht erst seit gestern ist die Kunststoff-Industrie auf der Suche nach Alternativen zum Rohstoff Erdöl. Besonders ökoeffizient kann die Produktion werden, wenn Rohglycerin, ein Nebenprodukt aus der Biodiesel-Herstellung, genutzt wird.

Diese Möglichkeit untersuchte ein von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gefördertes Projekt von Juli 2005 bis Dezember 2008. Beteiligt waren die Unternehmen Siemens, BASF und das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM). Infolge der damals gestiegenen Biodiesel-Produktion am deutschen Markt gab es ein Überangebot an Rohglycerin.


Die Tecnaro GmbH mit Sitz in Ilsfeld bei Heilbronn erhielt für ihren Werkstoff Arboform den europäischen Erfinderpreis 2010, der jährlich von der EU-Kommission und dem Europäischen Patentamt vergeben wird. Alison Brimelow, Präsidentin des Europäischen Patentamtes, überreichte in Madrid den Preis für die Erfindung des umweltfreundlichen Werkstoffes Arboform, der in vielen industriellen Anwendungen die Kunststoffe auf Erdölbasis ersetzt und darüber hinaus biologisch abbaubar ist.

chinaschilf_haus_grGeduld wurde mit Erfolg belohnt

Chinaschilf kann sowohl energetisch als auch stofflich verwertet werden. Für Landwirte im Nebenerwerb sind die Halme interessant, da nur wenig Arbeitsaufwand erforderlich ist.
Ein Beispiel aus dem Schwarzwald zeigt, daß Geduld und Nerven trotzdem nötig waren.

loewenzahn_gewaechshaus_grVom Unkraut zum Rohstofflieferanten

Radiergummis, Autoreifen, Regenmäntel und Gummistiefel sind Erfindungen, die auf der Verwendung von Naturkautschuk basieren. Die besondere Elastizität des Naturkautschuks ist bei vielen Produkten des täglichen Lebens gefragt. Mittlerweile decken aber synthetische Kautschuke, die aus petrochemischen Rohstoffen hergestellt werden, 60 Prozent des weltweiten Bedarfs. Die Technik dafür ist altbekannt: Vor 100 Jahren erhielt der Bayer-Chemiker Fritz Hofmann das Patent für die Herstellung von Synthesekautschuk. Aktuell arbeitet ein EU-Forschungsprojekt daran, eine neue Rohstoffquelle zu erschließen: Der Saft des Löwenzahn enthält Kautschuk, der für die Kunststoffproduktion genutzt werden soll.

CO2-Senke und Rohstofflieferant

Der Energiekonzern RWE sieht in Algenfarmen eine Lösung für sein CO2-Problem bei Kohlekraftwerken. In Niederaußem ging jetzt eine Pilotanlage in Betrieb, bei der Algen das Treibhausgas quasi auffressen sollen.




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
Kompetente Fachinformationen rund um nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

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