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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Freitag, 24.11.2017

Energiequelle und C-Senke zugleich

Forscher der Fachhochschule Bingen und der Universität Bayreuth entwickelten das Pyrolyse-Verfahren, bei dem in einem Reaktor aus biogenen Reststoffen Biokohle produziert wird. Das Verfahren an sich wurde bereits in einer Pilotanlage der FH Bingen (energie pflanzen Ausgabe 5/2009, Seite 40) erprobt. Inzwischen wurde es zur Serienreife entwickelt und im Juni der erste dieser seriengefertigten Reaktoren auf einem Kompostbetrieb nahe Lausanne in Betrieb genommen. Hier wird die Anlage vor allem mit Siebresten gefüttert. Heraus kommen Wärme und „Biokohle“.

Alternative zu Kup-Häckslern

Für die Ernte von holzartiger Biomasse aus Kurzumtriebsplantagen (Kup) und von Stillegungsflächen wird in der Praxis derzeit vielerorts noch nach der besten Technik gesucht. Auf dem deutschen Markt führt die Firma Jenz Maschinenbau mit dem „Bio-Baler“ eine Maschine für die Ernte und das Pressen in Ballen in einem Schritt ein. Die Maschine wurde Mitte Dezember im Praxiseinsatz auf der firmeneigenen Kurzumtriebsplantage in Petershagen vorgestellt.

Technische Daten des Bio-Baler.

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Als wir im Rahmen unserer Finnland-Tour im Herbst 2010 das weltweit größte Biomasse-Kraftwerk in Pietarsaari/Jakobstad besuchen, stehen dort alle Räder still. Es wird aber nicht gestreikt, sondern das Werk läuft nicht, weil ein Bauteil defekt ist: der Induktor, der Rotor der Energieerzeugung, ist kaputt und wird gerade ausgebaut.

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In Deutschland ist es nicht üblich und durch die fehlenden Endnutzungen auch nicht in diesem Umfang möglich: die Stockrodung zur Energieholzgewinnung. In Finnland dagegen zählt dieses Arbeitsverfahren mittlerweile zum forstlichen Standard. Wer mit offenen Augen durch die finnischen Wälder fährt, sieht neben den Wegen oftmals mehr oder weniger große Polter aus zerteilten Stubben und auch aus Reisigmaterial. Die Stubben wurden gerodet, um Brennmaterial für die zahlreich vorhandenen Biomasseheizungen zu gewinnen, denn Biomasse, und hier insbesondere Holz, wird langsam knapp in Finnland. Aber man wandelt auch Wald in Ackerflächen um.

bioflamm_kessel_grRegionaler Brennstoff, selbst beschafft

Für Hackschnitzel-Heizungen gibt es Standorte, die mehr oder weniger sinnvoll sind. In die Kategorie „mehr“ fällt ganz sicher das Forstliche Bildungszentrum des Landes Sachsen-Anhalt. Nahegelegener Wald als regionale Brennstoffquelle ist dort nur logisch und das Wissen zur Beschaffung der Hackschnitzel wird täglich vermittelt. Seit Ende Januar heizt dort ein 450-Kilowatt-Hackschnitzelkessel die Schulgebäude und das Wohnheim für die angehenden Forstwirte.

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Der Holzvergaser stammt von Kuntschar, Franz Lunzner aber verbessert das Gesamtsystem vor allem im Bereich Hackschnitzelqualität. Die Anlage auf seinem Holzenergiehof in Burgheim ist zudem Versuchsanlage für verschiedene Holzarten und mehr.

„Die Qualität der Holzhackschnitzel ist entscheidend“, betont Franz Lunzner immer wieder, wenn es um Holzvergaser geht. Er betreibt einen HVG 150 von Kuntschar auf seinem Holzenergiehof Burgheim im Donautal.




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
Kompetente Fachinformationen rund um nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

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