- Anzeige -
- Anzeige -
FORSTFACHVERLAG GMBH & CO. KG · MOORHOFWEG 11 · 27383 SCHEEßEL · info@forstfachverlag.de · www.forstfachverlag.de · ✆ +49 (0) 4263 / 9395-0
energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Freitag, 24.11.2017

Trotzdem Interesse / Tendenz zu längeren Umtriebszeiten

Aussteller und Informationen zum Thema Kurzumtriebsplantagen verteilten sich in und um die Pavillons unter dem Expo-Dach auf der Messe Hannover. Dennoch fand das Thema Interesse. Klar wurde aber auch, daß Agrarholz zwar zunimmt, sich aber auf bestimmte Nischen konzentriert.

So hervorgehoben wie noch bei der vergangenen Ligna vor zwei Jahren war das Thema Kurzumtriebsplantagen (Kup) in diesem Jahr nicht, auch praktische Vorführungen dazu gab es nicht. Dennoch wächst die Anbaufläche mit Kurzumtriebsplantagen. Auf einer Informationsveranstaltung des Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe (3N) wurde deutlich, daß die nötige Technik längst etabliert ist: Für Bodenvorbereitung, Pflanzung und Kulturpflege wird landwirtschaftliche Technik genutzt, für die Ernte vor allem Mähhäcksler und Forsttechnik.

4_2011_agroforst_grupp_grForum Agroforstsysteme in Dornburg zeigte Probleme und Chancen von Agrarholz

Die Argumente für die Anlage von Agrarholzplantagen und -streifen sind zahlreich, nur umgesetzt werden sie kaum. Die Gründe dafür sind ebenso vielfältig.

Der Wind spielt kräftig mit den Blättern der Pappeln in den Agrarholzstreifen auf einem der Versuchsfelder der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) in Dornburg bei Jena. Über 50 der etwa 80 Teilnehmer des Forums Agroforstsysteme Mitte Juni in Dornburg steigen aus dem Bus und ziehen als erstes die Kapuzen ihrer Jacken über ihre Köpfe oder spannen einen Schirm auf, denn ausgerechnet jetzt fängt es an zu regnen. Manuela Bärwolff, Mitarbeiterin der TLL, Koordinatorin des Verbundprojektes Agro Forst Energie und Hauptorganisatorin der Tagung, erläutert die Anlage, über die sie in der Ausgabe 2/2011 von energie pflanzen bereits berichtete.


Vom 5. bis zum 7. Oktober 2011 traf sich die internationale Pellets- und Holzfeuerungsbranche anlässlich der Interpellets auf der Neuen Messe Stuttgart. 112 Aussteller präsentierten auf 7.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche das gesamte Spektrum der Pellets- und Holzfeuerungsbranche. Rund 3.600 Besucher nutzten das Messeangebot, um sich über die neusten Technologien und Marktentwicklungen zu informieren. Zum 11. Industrieforum Pellets, das im Vorfeld der Messe begann, kamen 449 Fachteilnehmer aus 39 Nationen, um über die aktuelle Situation in den internationalen Pelletsmärkten zu diskutieren.

4_11_ligna_klumpe_gr
Die Anforderungen an die Qualität von Hackschnitzeln steigen, nicht zuletzt aufgrund verschärfter Grenzwerte für Emissionen von Holzfeuerungen. Damit wächst auch der Markt für kleinere, aber auch steuerbare Trocknungen, während große Pelletierfabriken weiterhin auf industrielle Trommel- oder Bandtrockner setzen, die auf der Ligna 2011 von Ausstellern aus der ganzen Welt gezeigt wurden.

Manchmal scheint einfacher mehr zu sein: Das Big-Stone-System der Klumpe GmbH aus Werlte zum Lagern und Trocknen von Hackschnitzeln und anderem Schüttgut besteht aus schlichten Recycling-Beton-Steinen, die wie überdimensionale Lego-Steine wirken – und mit denen auch genauso gebaut werden könne, erklärt Richard Kramer von Klumpe.

Christian Grachtrup macht es vor5_11_kup_gr

Im Prinzip ist es sofort umsetzbar, aber auch in die Zukunft gedacht, wenn Heizbrennstoffe teuer oder knapp werden: Ein wenig nur mühsam nutzbare Ackerfläche gibt es wohl in vielen landwirtschaftlichen Betrieben, auf denen kleine Mengen Brennholz erzeugt werden könnten.

Die Zutaten: eine Hofstelle mit 220 Quadratmeter Wohnfläche, eine Holzheizung und mehr oder weniger viel Ackerland. Diese oder ähnliche Kombinationen wird es wohl tausendfach geben. Mal ist die Hofstelle ein moderner Landwirtschaftsbetrieb mit Stall und etlichen Hektar Ackerfläche, mal nur noch ein Resthof mit nicht einmal zwei Hektar Fläche wie bei Christian Grachtrup in Herzebrock-Clarholz am Südfuß des Teutoburger Waldes.

Auf der Messe IFAT zeigte Terra Nova Energy eine Anlage im Modell.
Treber und Faulschlamm aus Kläranlagen sind naß, andere Reststoffe brennen aus anderen Gründen schlecht. Bisher mußten sie mit hohem Energieaufwand getrocknet werden, wollte oder mußte man sie – wie Klärschlamm – verbrennen. Auf der IFAT, einer Messe für die Abfall- und Abwasserwirtschaft in München, stellten gleich mehrere Anbieter Verfahren zur hydrothermalen Carbonisierung vor, bei denen Biomasse unter hohem Druck von 20 bis 35 Bar und unter Zusatz von Katalysatoren auf etwa 200 Grad erhitzt wird.




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
Kompetente Fachinformationen rund um nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

nach oben | Startseite

    © 2017 Forstfachverlag GmbH & Co. KG KONTAKT | AGB | IMPRESSUM