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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Montag, 20.11.2017

Frische Hackschnitzel aus dem Wald werden auf dem Hof verarbeitet.Qualität durch sorgfältige Aufbereitung

Weil die Firma Rowin Brennstoffe alles von der Ernte bis zur Anlieferung an der Feuerung macht, greifen die Aufarbeitungsschritte gut ineinander. Das Ergebnis sind maßgeschneiderte Holzhackschnitzel für den Kunden.


Gerade fährt wieder ein Gespann aus Schlepper und Ladewagen auf den Betriebshof in Wehrbleck im niedersächsischen Kreis Diepholz. Das Dorf besteht nur aus wenigen Gehöften, ringsum breitet sich eine flache Ackerlandschaft aus, Gehöfte und Straßen sind von Baumreihen gesäumt. Der Ladewagen ist voll mit Hackschnitzeln. Er kommt aus einem acht Kilometer entfernten Waldstück, wo ein anderes Gespann der „Ro-Win“ GmbH, eines aus Xerion-Schlepper und Jenz-Hacker 528Z, Kiefernkronen hackt. Sie sind einer der Rohstoffe, aus denen Rowin perfekte Holzbrennstoffe für jede Feuerung zaubert.
Für Patrick Windhorst und Andreas Rohlfs, die beiden Geschäftsführer der Rowin GmbH, hat das allerdings überhaupt nichts mit Zauberei zu tun, sondern mit Erfahrung, Absprache und passender Ausrüstung. Schon aus dem Hacker werden die Holzhackschnitzel per Förderband statt Gebläse ausgetragen, um den Feinanteil zu verringern. Der Ladewagen faßt mit 45 Kubikmetern ein Drittel mehr als ein Hakenliftcontainer, was etliche Fahrten spart.
Der Schlepperfahrer zieht mit seinem Gespann an einem bereits meterhohen Gebirge von Hackschnitzeln vorbei, rangiert und fügt ihm einen weiteren Gipfel hinzu. Dabei hilft ihm ein speziell eingebauter Schubboden, die Fracht zügig von der gekippten Ladefläche zu schieben. Kaum ist der Wagen leer, ist er schon wieder auf dem Weg in den Wald. Waldrestholz macht zwar mit drei Viertel den Löwenanteil des eingekauften Energieholzes aus, aber Rowin übernimmt ebenso Pflegearbeiten an Straßen, Trassen und ähnlichem. Auch dieses (Landschaftspflege-)Material wird aufbereitet und vermarktet.

Erst durchdampfen lassen, dann sieben

Ein Mitarbeiter startet den Teleskopladerlader, nimmt eine Schaufel Hackschnitzel auf und schüttet sie in den Annahmebehälter der Siebanlage – allerdings nicht frische, sondern vom gegenüberliegenden
Hackschnitzelberg. Die frisch gebrachten „müssen noch durchdampfen“, erklärt Patrick Windhorst. Durch den biologischen Abbau der frischen und feuchten Anteile entsteht Wärme, die die Hackschnitzel vortrocknet und Reste von Krautigem verringert. „Würde das frisch gehackte Material länger einfach so liegen bleiben, dauert es nicht lange, bis die Rotte beginnt“, warnt der Landwirtssohn und gelernte Kfz-Mechaniker. Regnet es dann noch, bilden sich Feuchtenester im Material. Also muß schon beim Abladen klar sein, ob die Hackschnitzel innerhalb der nächsten Tage weiterverarbeitet werden. „Ob wir dann zuerst sieben oder trocknen, hängt davon ab, an welchen Kunden die Hackschnitzel gehen“, ergänzt Andreas Rohlfs, der als gelernter Landwirt sich ebenso wie sein Geschäftspartner in das Thema Energieholz einarbeiten mußte.
Andreas Rohlfs startet die Siebanlage. „Sandvikmobiles.com“ steht auf der Maschine, die auf Biomassehöfen bisher noch nicht zu sehen war, auf Baustellen aber schon, wo sie Schutt und Co. sortiert. Auf dem Betriebshof der Rowin steht das Sieb erst seit wenigen Wochen – zur Probe. Aus dem Annahmebehälter transportiert ein Förderband die ersten Hackschnitzel in die Höhe, um sie auf ein schräg nach unten geneigtes, schwingendes Sieb fallen zu lassen. Das Überkorn rüttelt sich zum Austrag an der unteren Kante, alles andere fällt durch und wird auf einem zweiten feineren Sieb weiter getrennt. Um die Maschine herum wachsen die Häufchen zu Bergen: ein ansehnlicher mit P45-Hackschnitzeln und zwei kleinere mit Überkorn Klasse P100 sowie einer mit Feinmaterial. Letzteres fällt allerdings auf die Ladefläche eines Anhängers, mit dem es zu einem Erdenwerk gefahren wird. [...]

Dorothee Meier

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 3 / 2016 energie AUS PFLANZEN erschienen.




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