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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Mittwoch, 22.11.2017

Die mit einem Rutenernter geschnittenen Triebe werden zunächst auf dem Hof gelagert.Stecklingsproduktion für Kurzumtriebsplantagen bei IB Biomasseconsulting

Pflanzstecklinge für Kurzumtriebsplantagen sind nicht einfach nur Triebabschnitte, sie müssen auch Qualitätsvorgaben erfüllen. Carsten Neumeister produziert in Sachsen Weidenstecklinge.

Wer denkt in der Hitze des Sommers schon an den Schnee im kommenden Winter? Carsten Neumeister, Stecklingsproduzent von Weiden der schwedischen Firma Salixenergi Europa AB, muß es, denn jetzt sammelt er die Aufträge, um die Ernte im kommenden Winter zu organisieren.


Im Jahr 2004 begann er mit dem Handel von Weidenstecklingen, die er damals noch aus Schweden importierte, was allerdings immer „ein ziemlich großer Aufwand war“, so der Agraringenieur, denn die Weidenstecklinge mußten per Tiefkühl- Lkw nach Deutschland transportiert werden. Deshalb legte er im Jahr 2007 ein eigenes, fünf Hektar großes Mutterquartier an – unterhalb des Küchenfensters seines Hauses auf dem Hof der ehemaligen Gutsstelle Höfgen im Landkreis Meißen. Zwar ist der gute Boden mit 80 Bodenpunkten bestens für den Ackerbau geeignet, aber aufgrund der hohen Wertschöpfung durch die Vermehrung ist der Weiden-Anbau dennoch konkurrenzfähig. „Und er funktioniert immer“, betont Neumeister. Auch der Dauer- und teils Starkregen im vergangenen Mai und Juni konnte dem Mutterquartier nichts anhaben. Anders die Flächen des übrigen Landwirtschaftsbetriebes mit über 400 Hektar unter dem Pflug, den er mit seiner Frau bewirtschaftet. Hier „floß eine Menge fruchtbarer Löß davon“, berichtet der Landwirt. Die Weidentriebe fallen zwar auch mal dicker oder dünner aus – dünner beispielsweise im vergangenen Winter, „weil der Sommer zuvor trocken war“, so Neumeisters Vermutung – aber ausreichend Material in den vorgegebenen Maßen ist dennoch vorhanden. Und zu dick dürfen die Ruten auch nicht sein, anders als bei der Hackschnitzelgewinnung.

Die abgelängten und sortierten Ruten werden in Kartons verpackt.Mutterquartiere für Weidenstecklinge benötigen wie andere Kurzumtriebsplantagen (Kup) nur im Anpflanzjahr Pflege, danach nicht mehr. Der gute Boden läßt die Weidentriebe zudem kräftig werden. Damit sie nicht zu dick werden, verzichtet Neumeister auf jegliche Düngung. Geerntet werden die Stecklinge im Winter, damit sie zur Pflanzung im Frühjahr bereitstehen.

Im Januar 2013 liegen nur noch Reste vom Schnee der vergangenen Wochen auf den Äckern. Seit wenigen Tagen taut es. Das Mutterquartier ist bis auf wenige Reihen abgeerntet. „Zum Ernten sind um die Null Grad am besten, aber es geht auch bei Schnee und Minusgraden. Nur über 14, 15 Grad darf das Thermometer nicht steigen, dann fangen die Weiden an zu treiben“, erklärt der Pflanzgut-Produzent. Insgesamt etwa sechs Wochen benötigt er für die Ernte und Aufarbeitung. „Wir hatten im Februar auch schon mal fast 20 Grad“, meint Neumeister. Passiert das während der Ruten-Ernte, müßte er sie in die Kühlung fahren, was aber nur mühsam zu bewältigen wäre. Doch bisher hatte der Vermehrer immer Glück, die Witterung war wie auch in diesem Jahr immer kalt genug. [...]

Dorothee Meier

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 4 / 2013 energie aus pflanzen erschienen.

www.biomasseconsulting.de
www.salixenergi.se




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
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