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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Montag, 20.11.2017

03_11_fermenter_leer_grDem Fermenter auf den Grund gehen

Alle vier bis fünf Jahre – so hat die Erfahrung gezeigt – muß ein Fermenter komplett geleert werden, um die bis dahin entstandene Sinkschicht zu beseitigen. Mit den entsprechenden Maschinen kann ein Betreiber das auch selbst machen, meist geht es aber schneller, wenn ein Profi die Arbeit übernimmt.

03_11_rueben_grKWS Saat züchtete aus Zucker- und Futterrübe eine neue Sorte mit hohem Trockenmassegehalt.

Das dänische Sortenamt hat Ende vergangenen Jahres die nach Firmenangaben weltweit ersten Energierüben aus dem Züchtungsprogramm der KWS Saat AG zugelassen; seit Frühjahr 2011 können die beiden neuen Sorten angebaut werden. Für sieben weitere Sorten habe man beim Bundessortenamt in Hannover die Zulassung beantragt, so KWS. Das Unternehmen benennt die neuen Energierübensorten nach Frauennamen, die auf „y“ enden: Den Anfang machen LissyKWS („Die Saubere“) und GertyKWS („Die Starke“). Die Farbe des Energierüben-Saatgutes ist zur Unterscheidung von anderen Sorten gold-gelb. KWS vertreibt es „im Preissegment der Spezial-Zuckerrübensorten.“

Mit einem effizienten Wärmekonzept überzeugt diese Biogasanlage in Schwaben. / Foto: Dany
Photovoltaik und Biogas – in virtuellen Kraftwerken werden diese Energiearten zukünftig wohl eine bedeutende Rolle spielen. Daß Synergien auf einer praktischen Ebene heute schon möglich sind, zeigt ein schwäbisches Projekt mit effizientem Wärmekonzept.

„Das Bhkw läuft jetzt auf 210 Kilowatt“, sagt Frank Preiß, als er das Satelliten-Blockheizkraftwerk seiner neuen Biogasanlage inspiziert. Eigentlich hat das Aggregat eine Nennleistung von 400 Kilowatt elektrisch. Das Display am Schaltschrank zeigt 309 Betriebsstunden.

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Bislang galt es als unmöglich, ganze Rüben im Fahrsilo zu konservieren. Doch mit einigen kleinen Tricks, die das Silo luftdicht machen, geht es doch. Das bewies jetzt Hugo Schleupen von der Gutsgemeinschaft Lenthe.

Es riecht säuerlich-süßlich wie Silage und doch ein wenig anders an den Fahrsilos hinter der Biogasanlage der Bioenergie Lenthe GbR. Der Anschnitt der Maissilage ragt hoch hinauf. Nebenan liegt ein kleinerer Haufen brauner, gummiartiger Zuckerrüben offen in der glühenden Sommerhitze.

marsb_gesamt_grBiogasanlage schützt Grundwasser

Nicht wirtschaftliche Überlegungen standen beim Bau dieser Biogasanlage im Vordergrund: Vielmehr wollten die Stadtwerke Marsberg (NRW) als Betreiber der Anlage zum Grundwasserschutz in ihrem Trinkwasserschutzgebiet beitragen. Nach fast drei Jahren Betrieb fällt das Fazit positiv aus.

Der große kugelförmige Behälter setzt sich mit seinem strahlenden Weiß deutlich von der Umgebung ab – es ist aber kein unbekanntes Flugobjekt zwischen den Bäumen an einer Kreisstraße im Hochsauerlandkreis gelandet: In der Kugel mit gut tausend Kubikmeter Volumen sammelt sich das Biogas der Anlage in Marsberg-Leitmar.

bga_wittingen_annahme_grAnlage mit Standort-Vorteil

Der Besucher denkt schon, das letzte Grundstück im Gewerbegebiet sei erreicht, da taucht die Biogasanlage doch noch auf der linken Straßenseite auf. So weit weg von Ackerflächen und Höfen? Das wurde bewußt gewählt, denn hier ist man nah an den Wärmeabnehmern.




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
Kompetente Fachinformationen rund um nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

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