- Anzeige -
- Anzeige -
FORSTFACHVERLAG GMBH & CO. KG · MOORHOFWEG 11 · 27383 SCHEEßEL · info@forstfachverlag.de · www.forstfachverlag.de · ✆ +49 (0) 4263 / 9395-0
energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Freitag, 24.11.2017

05_10_bga_gerken_mist_grErfahrung seit der ersten Stunde

Bei heutigem Kenntnisstand und dem durch das novellierte EEG 2004 ausgelösten Nawaro-Boom ist es kaum vorstellbar, daß ein Betreiber einer Biogasanlage vor zwölf Jahren nach eigenem Versuch feststellte: „Mais funktioniert nicht, da kommt ja gar kein Gas raus“. So geschehen aber 1998, als Fritz Gerken auf seinem Hof in Friesland Mais als Biogas-Substrat ausprobierte. Natürlich weiß auch Gerken heute, daß Mais sehr wohl zur Biogasproduktion taugt, und setzte das Substrat zeitweise auch in seiner Anlage ein. Seit aber 2007 die Preise in die Höhe schossen, hat er dem Mais den Rücken gekehrt. Damals stellte er seine Anlage auf Trockenfermentation auf Festmist-Basis um.

05_10_verbio_werk_grBiogas verbessert CO2-Bilanz von Bioethanol

Die Hefen, die Getreide zu Bioethanol vergären, sind wählerisch und lassen viel Energie in der Schlempe zurück. Um diese Energie zu nutzen, entwickelte die Verbio AG ein eigenes Biogas-Verfahren, das sie im Juli in ihrem Werk in Zörbig in Betrieb nahm.

„Wir haben alles anders gemacht als die anderen“, beschrieb Claus Sauter, Vorstandsvorsitzender der Verbio Vereinigte Bioenergie AG, seine Unternehmensstrategie anläßlich der Eröffnung der betriebseigenen Biogasanlage zur Nutzung von Schlempe in Zörbig in Sachsen-Anhalt. Verbio stellt Biokraftstoffe her, die Kapazität an den beiden Standorten Schwedt und Zörbig reicht für 450.000 Tonnen Biodiesel und 300.000 Tonnen Bioethanol pro Jahr. Mit der Schlempe vergärenden Biogasanlage sei insgesamt eine integrierte Bioraffinerie entstanden, erklärte Sauter vor über hundert geladenen Gästen weiter. „Wir setzen damit einen neuen Standard.“

05_11_algen_grAußer Konkurrenz zu Nahrungsmitteln, aber am Markt nicht konkurrenzfähig

Bisher dienen neben organischen Abfällen und Gülle vor allem Energiepflanzen vom Acker der Biogasproduktion. Doch auch Algen wird Potential als Biogas-Substrat nachgesagt. Noch aber werden Algen für wertvollere Verwendungen genutzt. Vielleicht reichen aber auch schon von den Algen produzierte und ausgeschiedene Stoffwechselprodukte, um Biogas zu erzeugen.

Interesse an der Forschung über Algen zeigen derzeit besonders einige Energiekonzerne, ihre Triebfeder dürften die Kohlendioxidmengen sein, die ihre mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerke ausstoßen und die zum Klimawandel beitragen.

Die Firma August Storm wartet vor Ort, zur Generalüberholung geht’s ins Werk05_11_strom_gr

Eine regelmäßige Wartung von Biogasmotoren stellt den möglichst störungsfreien Betrieb sicher, irgendwann steht aber doch eine Generalüberholung auf dem Programm. Die kann dann nicht mehr vor Ort erfolgen, denn dazu ist außer geschultem Personal auch die umfangreiche Technik im Werk nötig.

Diese beiden Voraussetzungen erfüllt die Firma August Storm an ihrem Sitz im niedersächsischen Spelle (Landkreis Emsland). Im Werk 1 läßt sich erahnen, wie die Firma Storm als Schleiferei für Kurbelwellen vor über 70 Jahren angefangen hat: Hier stehen und arbeiten Maschinen, die teilweise schon seit den 50er Jahren in Betrieb sind.

gras_bga_gesamt_grTrotz viel Gras im grünen Bereich

Viele Biogasanlagen vergären mittlerweile kleinere Anteile Grassilage, hohe Grasanteile gehören immer noch zu den Ausnahmen. Probleme mit der Dosiertechnik und Schwimmschichten gelten als begrenzende Faktoren. Seit dem Frühjahr 2008 äuft im niedersächsischen Butjadingen (Kreis Wesermarsch) eine Biogasanlage auf Hof Oegens, in der Gras und Rindergülle den Hauptteil des Gärsubstrats ausmachen. Damit hat das Gras einen Anteil von bis zu 80 Prozent an den Feststoffen.


Die Idee der ganz kleinen, reinen Gülle-Biogasanlage kam dem Ingenieur Jörg Matthes, als im EEG 2009 der Gülle-Bonus eingeführt wurde. Matthes ist auch Mitglied im Fachausschuß Biogas der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und so übernahm die DGS die Projektleitung und warb Entwicklungsmittel aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) der EU ein. Die Mittelbewilligung ist an eine internationale Zusammenarbeit gebunden, die sich mit der spanischen Energieagentur EREN verwirklichen ließ. Aber das Verfahren läßt sich sicherlich in vielen Teilen der Welt einsetzen.




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
Kompetente Fachinformationen rund um nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

nach oben | Startseite

    © 2017 Forstfachverlag GmbH & Co. KG KONTAKT | AGB | IMPRESSUM