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DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Montag, 20.11.2017

4_2011_gicon_grHydrolyse und Methanbildung beim Gicon-Verfahren getrennt

Durch die konstruktive Trennung steigt der  Methangehalt im Gas und läßt sich die Gaserzeugung besser steuern. Die Konstruktion der Hydrolyse-Stufe als Boxenfermenter erleichtert die Nutzung faseriger Substrate, ist weniger empfindlich gegenüber Störstoffen und verringert den Eigenenergieverbrauch.

Ein Techniker schiebt den Deckel eines vielleicht ein mal zwei Meter messenden und einen guten halben Meter hohen Metallkastens auf. Es riecht säuerlich-vergoren. In der Mitte ist der Kasten durch ein Filtersieb getrennt. Auf der einen Seite wabern Buckel von einem braunen, faserigen, aufgeschäumten Etwas. Der Schaum komme von dem Eiweiß aus den Lupinen, die derzeit im Substratmix enthalten seien, vermutet Hagen Hilse von der Großmann Ingenieur Consult GmbH (Gicon). Durch das Filtersieb tropft braune Flüssigkeit. Sie wird in den 100 Kubikmeter fassenden Hydrolysat-Zwischenspeicher gepumpt. Hieraus wird das Perkolat entnommen, mit dem die Substrate in den sechs Boxen mit je 240 Kubikmeter Nutzvolumen besprüht werden.

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Steuerung und Datenerfassung werden mobil, indem sie auf i-Phone, i-Pad und ähnliches übertragbar sind, und werden immer umfangreicher, denn teils sind die Anforderungen an die Dokumentation gewachsen, teils läßt sich die Effizienz erhöhen. So erweiterte Keitlinghaus Umweltservice seine Leittechnik ZEUS, Ökobit stellt große Datenbestände übersichtlicher als bisher dar, und Summen- und Mittelwerte können voreingestellt werden. Tewe Elektronic bietet für eine optimierte Fütterung eine Steuerung zur automatischen Zu- oder Abdosierung der Futtermenge nach dem Füllstand des Biogases an.

Filtern auf molekularer Ebene

In der Biomethanerzeugung liefern sich die verschiedenen Aufbereitungstechniken ein heißes Rennen um den Wachstumsmarkt. Die Dortmunder Bebra Biogas GmbH importiert jetzt ein Membrantrennverfahren aus Österreich. Im württembergischen Allgäu wurde die erste Anlage Deutschlands mit dieser Technik errichtet.

04_11_schmihing_ruebenwaesche_grRübenwäsche Rhino entsteint, wäscht und schnitzelt

Die Konstruktion hat sich in Irland zum Herstellen kleinerer Mengen von Rübenschnitzeln aus ungereinigten, ganzen Rüben längst bewährt. Nun kommt sie in vergrößerter Form nach Deutschland.

(dme). Wie die Rübe sauberbekommen? Diese Frage stand beim Lohnunternehmen Osters & Voß aus Plattenburg in Nordbrandenburg im Raum, denn auch hier erwägen Betreiber von Biogasanlagen Zuckerrüben als alternatives Substrat. Mit der Firma Günter Schmihing pflege er schon lange Geschäftskontakte, erzählt Christof Voß weiter, einer der Geschäftsführer von Osters & Voß. Als Schmihing ihm von einer Rübenwäsche aus Irland berichtete, horchte er auf.

Neue Biogasanlagen haben es einfacher und schwieriger zugleich

Die dritte EEG-Novelle wurde noch vor der parlamentarischen Sommerpause verabschiedet. Unter anderem wurde das Boni-System stark verändert.
Basierend auf dem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in Auftrag gegebenen und vom Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) erstellten Erfahrungsbericht zum EEG stand Anfang 2011 die dritte Gesetzesnovelle ins Haus. Der Gesetzgeber hatte dabei drei Ziele im Blick:

• Biogas ist Bestandteil im Gesamtkontext der regenerativen Stromerzeugung.
• Das Vergütungssystem von Strom, der aus Biogas erzeugt wird, ist möglichst transparent zu gestalten.
• Die von der Bevölkerung über die Stromrechnung abzuführende EEG-Umlage sollte verglichen mit dem Vorgängergesetz nicht ansteigen.

Beispiel "Nawaro-Anlage"

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Vermutet wurden sie schon immer, zu orten waren Methan-Leckagen an Biogasanlagen bisher nur sehr mühsam. Doch seit kurzem ist eine Spezialkamera auf dem Markt, die dieses Gas sichtbar machen kann. Leckagen bringen nicht nur eine Explosionsgefahr mit sich, sie gefährden auch die übrige Anlagensicherheit. Gerade im Biogas enthaltener Schwefelwasserstoff und Ammoniak führen zur Korrosion, teils auch zu Vergiftungen. Außerdem kontakariert austretendes Biogas als Treibhausgas in der Atmosphäre die positive Klimawirkung der Erzeugung von Strom und Wärme aus Biogas und verursacht Verluste in der wirtschaftlichen Bilanz von Biogasanlagen. Und wer läßt sein Geld sich schon gern in Luft auflösen?




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
Kompetente Fachinformationen rund um nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

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