- Anzeige -
- Anzeige -
FORSTFACHVERLAG GMBH & CO. KG · MOORHOFWEG 11 · 27383 SCHEEßEL · info@forstfachverlag.de · www.forstfachverlag.de · ✆ +49 (0) 4263 / 9395-0
energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Dienstag, 17.10.2017

Der Anteil Anbaubiomasse wie Maissilage ist begrenzt, dafür werden Reststoffe wie Stroh eingesetzt. / Foto: FFE SolutionGrößte Biogasanlage Dänemarks frißt fast nur Gülle und Reststoffe

Dänemark fördert die Erzeugung von Biomethan aus Rest- und Abfallstoffen. Auf dieser Grundlage entstand die Sønderjysk Biogas, an der je zur Hälfte Landwirte und ein Energieversorger beteiligt sind. Die Gärstrecke baute eine deutsche Firma.


In Deutschland speisen Biomethananlagen im Durchschnitt etwa 600 Normkubikmeter Biomethan je Stunde ins Erdgasnetz ein. In Dänemark ging jetzt in Südjütland, gar nicht so weit weg von der deutschen Grenze, eine Anlage mit etwa 2.400 Normkubikmeter Biomethaneinspeisung je Stunde in Betrieb. Mit jährlich 21 Millionen Kubikmetern ist sie die größte in dem kleinen skandinavischen Land. Die Substrate sind fast nur Gülle, Stroh und andere organische Reststoffe. Sie stammen von etwa 90 Betrieben im Umkreis von meist unter 20 Kilometern.
Die Größe beeindruckt – und ist hierzulande fast unvorstellbar. Anlagen solcher Größe rufen nicht nur möglicherweise den Protest von Anwohnern hervor, sie sind auch in der Förderstruktur des deutschen EEG nicht attraktiv. Aber die dänische Regierung hat eine etwas andere Sichtweise: Sie beschloß, daß im Jahr 2020 mindestens die Hälfte der Schweine- und Rindergülle des Landes in Biogasanlagen vergoren werden soll. Bis zum Jahr 2050 will das Land zwischen Nord- und Ostsee mit unter sechs Millionen Einwohnern und knapp 43.000 Quadratkilometern Fläche CO2-Neutralität erreichen. Unter anderem soll dies durch das Ersetzen von fossilem Dieseltreibstoff durch Biomethan im Schwerlastverkehr erreicht werden. Als Anreiz wird die Einspeisung von Biomethan ins Erdgasnetz garantiert. Zudem gibt es erhöhte Einspeisetarife. Die Anlagen dürfen allerdings nicht mehr als 25 Prozent Anbaubiomasse einsetzen, ab dem kommenden Jahr sogar nur noch maximal zwölf Prozent.

Zusammenschluß

Die Planungen für die Biogasanlage in Bevtoft etwa 15 Kilometer westlich von Hadersleben starteten eigentlich bereits im Jahr 2009. Damals schlossen sich etwa 80 Landwirte in der Region zusammen, viele davon Schweinehalter, aber auch Rinderbetriebe. Die Region ist ein Schwerpunkt der Schweinemast, so daß entsprechend viel Gülle anfällt. Diese Mengen besser zu nutzen, war das vorrangige Ziel der Landwirte. „Unsere Gülle zu verarbeiten und ihren Wert als Dünger zu erhöhen, war eine gute Idee“, meint Erling Christensen, einer der Landwirte und Vorstandsvorsitzende des Anlagenbetreibers Sønderjysk Biogas Invest (SBI) A/S in der Imagebroschüre der Biogasanlage.
Die SBI ist ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem je zur Hälfte der Zusammenschluß der Landwirte und die „E.ON Denmark A/S“ beteiligt sind. Eon Denmark ist ein Tochterunternehmen des deutschen Eon- Konzerns und ist auch in Nordjütland an einer großen Biogas- mit Biomethaneinspeiseanlage beteiligt. Zusammen liefern die beiden Anlagen inzwischen ein Fünftel der gesamten dänischen Biomethanproduktion. Der Kontakt zwischen Landwirten und Eon entstand im Jahr 2011. Im darauffolgenden Jahr erhöhten sich die Einspeisevergütungen sowie der Investitionszuschuß auf 30 Prozent, so daß die Planung nun zügig in Gang kam. [...]

Dorothee Meier

www.soenderjyskbiogas.dk
www.ffe-solutions.com

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 1 / 2017 energie AUS PFLANZEN erschienen.




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
Kompetente Fachinformationen rund um nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

nach oben | Startseite

    © 2017 Forstfachverlag GmbH & Co. KG KONTAKT | AGB | IMPRESSUM