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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Montag, 20.11.2017

energie aus pflanzen 01-2016Welches Modell macht das Rennen um die EEG-Anschlußförderung?

Sind Ausschreibungen das richtige Mittel für eine Anschlußförderung nach der 20jährigen EEGVergütung? Während der Fachverband Biogas Ausschreibungen akzeptieren und das Beste daraus machen will, fordert der Arbeitskreis Biogas Südwest ein Festvergütungssystem. Die „unbeugsamen Biogasler“ arbeiteten hierfür ein Fördermodell mit Qualitätskriterien fix und fertig aus.


Über der Biogasbranche brauten sich im vergangenen Herbst schwarze Wolken zusammen: Die Sorge um die Zukunft der bestehenden Biogasanlagen und die Frage, ob nach Ablauf der 20-jährigen EEG-Vergütung Ausschreibungen das richtige Förderinstrument sind, sorgten für kontroverse Diskussionen. Dem vorausgegangen war die sich abzeichnende, desaströse Situation der ganzen Bioenergie nach der EEG-Reform 2014, in deren Folge kaum noch neue Anlagen zur Stromerzeugung gebaut werden, und das Eckpunktepapier des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zum EEG 2016, das den Verbänden im Sommer zur Konsultation vorgelegt worden war. In diesem Eckpunktepapier „Ausschreibungen für die Förderung von Erneuerbare-Energien-Anlagen“ hatte das BMWi Ausschreibungen für Biomasse-Neuanlagen wegen der zu hohen Kosten für nicht sinnvoll erachtet.
Das erklärte Ziel von BMWi und Bundesregierung ist jedoch, die Förderung von Erneuerbare-Energien-Anlagen von Festvergütungen auf Ausschreibungen umzustellen, um die Umlagekosten zu senken. Das BMWi möchte damit zudem den neuen EU-Beihilfeleitlinien entsprechen, die ab dem Jahr 2017 für neue Anlagen die Ermittlung der Förderhöhe durch Ausschreibungen verlangen. Allerdings ließ das Ministerium offen, im EEG 2016 eine Verordnungsermächtigung für die spätere Einführung von Biomasse-Ausschreibungen zu verankern. Weil eine Anschlußförderung für Bestandsanlagen deutlich billiger sei als der Bau neuer Anlagen, hätten die Bioenergieverbände und der Deutsche Bauernverband vorgeschlagen, Bestandsanlagen in eine Ausschreibung für Bioenergie einzubeziehen, heißt es in dem Eckpunktepapier.

Akzeptanz beim Fachverband Biogas

Der Fachverband Biogas (FvB) als weitaus größte Branchenvertretung hat sich schon früh festgelegt, Ausschreibungen zu akzeptieren. Dabei ergriff der FvB den Strohhalm, den ihm die Bundesregierung reichte. Wirklich überzeugt von dem Instrument Ausschreibungen gab sich der Verband jedoch nicht. Vielmehr beugte er sich der offenbar in Berlin vorherrschenden Anti-Bioenergie-Stimmung. „Die relevanten Entscheidungsträger im BMWi haben eine klare Abneigung gegen Bioenergie und Biogas. Mitunter hat man das Gefühl, daß allein die Diskussion des Themas Bioenergie bei diesen Personen ein körperliches Unbehagen hervorruft“, berichtet FvB-Hauptgeschäftsführer Claudius Da Costa Gomez. [...]

Christian Dany

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 1 / 2016 energie aus pflanzen erschienen.




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