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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Freitag, 24.11.2017

Bei Marco Eckert bekam das Blockheizkraftwerk ein eigenes Häuschen spendiert.Nur, wer seine Anlage kennt, kann sie auch sachgemäß betreiben

Kann ein Betreiber überhaupt zuviel über seine Anlage wissen? Das glaubt die „Green Energy Biogasfachberatung“ nicht. Wer mit ihr plant und baut, muß sich darauf einstellen, umfangreich einbezogen zu werden.


Letzte Schneereste liegen Mitte März noch dort, wo es die Sonne bisher nicht hinschaffte. Ein eisiger Wind weht über den Nordosten Bayerns, wo die tschechische Grenze nicht weit ist. In dem kleinen Ort Mähring bewirtschaftet Marco Eckert seinen Milchviehbetrieb mit 120 Kühen und Nachzucht. Zwischen Stall und Biogasanlage steht ein weiß verputztes Häuschen: Schornstein und Kühler weisen schon von außen darauf hin, daß drinnen Wärme erzeugt wird. „Der Bau des neuen Stalls und der Biogasanlage liefen zeitgleich, da war der Aufwand nicht so groß, noch ein weiteres kleines Gebäude hinzustellen“, erzählt Eckert. Außerdem steht drinnen noch ein Heizölkessel als Reserve – da hätte ein Container für das Blockheizkraftwerk sowieso nicht ausgereicht.
Als Eckert im Jahr 2013 seinen Stall erweiterte, wäre auch eine neue Güllegrube nötig gewesen. So war die Gelegenheit für den Bau einer Biogasanlage günstig. Er kannte andere Betreiber, bei denen er sich informierte. Auch die Firma „Green Energy Max Zintl“, mit der er schließlich zusammenarbeitete, war ihm bekannt. Das wundert nicht, liegt deren Firmensitz in Mitterteich doch nur knapp 30 Kilometer von seinem Hof entfernt. Die Zusammenarbeit mit Zintl beschreibt Eckert so: „Der Landwirt nimmt die gesamte Organisation des Baus in die Hand.“ Somit war es sein Part, alle Angebote einzuholen, die Aufträge zu vergeben und den Zeitplan mit den Firmen abzustimmen. Seine Eigenleistung habe er bei den Erdarbeiten inklusive Verlegen aller Erdleitungen und dem Bau des Bhkw-Gebäudes eingebracht, erzählt Eckert.
Außer der Gülle seiner Kühe – rund 15 Kubikmeter po Tag – und rund einer Tonne Maissilage landet in Eckerts Biogasanlage der Mist aus einem großen Pferdestall mit 140 Tieren. Dieser Mist wird nicht zerkleinert, bevor er in den Fermenter gelangt. Bisher gab es keine Probleme mit den relativ langen Strohhalmen. Das Paddelrührwerk im Fermenter läuft in regelmäßigen Abständen rund 25 Minuten pro Stunde, um eine Schwimmschicht zu verhindern. Ungefähr 25 Prozent höher als ohne Mist sei der Rühraufwand bei ihm.

Seine Biogasanlage sieht Marco Eckert nicht als eigenes Standbein, sondern vielmehr als wirtschaftliche Stabilisierung für seinen Betrieb. Neben den Einnahmen aus der Stromeinspeisung macht sich auch die Wärmenutzung positiv bemerkbar: Im Winter heizt er seine Wohn- und Stallgebäude, außerdem bereitet er das Heißwasser im Stall mit der Wärme des Blockheizkraftwerks. Früher nutzte er dafür elektrische Durchlauferhitzer, deren Einsparung mache sich deutlich bemerkbar, so der Landwirt.
Der Arbeitsaufwand für die Biogasanlage ist für ihn mittlerweile zur Routine geworden: „Ich mache täglich einen Kontrollgang und beschicke den Feststoffdosierer.“ Außerdem sei beim Motor alle 14 Tage ein Ö wechsel fällig, und die Rührwerke würden ebenfalls in diesem Intervall geschmiert. [...]

Johanna Waid

www.green-energy-zintl.de

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 2 / 2015 energie aus pflanzen erschienen.




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