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DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Freitag, 24.11.2017

Von der Berufsgenossenschaft anerkannt: Arbeitsbühne mit Geländer und Haltestange an der Leiter.Effektive Wärmenutzung in von DLG prämierter UTT Containertrocknung

Die Suche des Betreibers Andreas Popp nach einer leistungsfähigeren Trocknung für seine Biogasanlage war für den Anlagenbauer MAWI Trocknungsanlagen der Anlaß zur Entwicklung eines besonders effektiven Wärmemanagements.

Sie erhielt eine der Silbermedaillen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft auf der Messe Eurotier im vergangenen Herbst: die UTT Containertrocknung der MAWI Trocknungsanlagen GmbH aus Bayern. „Wir waren ganz überrascht“, erinnert sich Sebastian Schütz von der Geschäftsleitung. Schließlich sei der Trockner auf der Messe doch erstmals vorgestellt worden. Die DLG-Experten überzeugte das besonders effektive und damit ressourcenschonende Wärmemanagement.



Entstanden war die Trocknungsanlage in Zusammenarbeit mit Andreas Popp, der in Wattendorf in Oberfranken eine Biogasanlage betreibt, mit deren Bhkw-Abwärme er auch Lohntrocknung anbietet. „Wir brauchten eine Containertrocknung mit mehr Ausstoß“, berichtet Popp, der darüber mit Matthias Schütz, einem der Geschäftsführer von MAWI Trocknungsanlagen, aus dem Nachbardorf ins Gespräch kam. Die im Jahr 1990 gegründete Firma MAWI Trocknungsanlagen ist auf die Projektierung und den Bau von Trocknungs- und Förderanlagen sowie die Lagerungen von Schüttgütern spezialisiert. Im Jahr 2012 entstand auf dem Betrieb Popp daraufhin der erste Teil der Anlage. „Wirtschaftlichkeit“ zählt dabei zu den herausragenden Kriterien. Deshalb sollte auch die UTT Containertrocknung so konzipiert sein, daß „sie sich allein über die Trocknung finanzieren kann“, beschreibt Sebastian Schütz. Anhand eines konkreten Auslegungsbeispiels rechnet er für eine Anlage zur Holzhackschnitzeltrocknung mit 400 Kilowatt thermischer Leistungsaufnahme, 90 Prozent Auslastung und drei Euro Einnahme je Schüttraummeter für die Lohntrocknung vor: Ohne KWK-Bonus hat sie sich nach etwa sieben Jahren, mit Bonus sogar nach drei Jahren amortisiert. Möglich macht das die gute Wärmeausnutzung: durch Wärmerückgewinnung und individuelle Trocknung in jedem der angeschlossenen Container. Dadurch beträgt bei Hackschnitzeln der Energieverbrauch zur Verdunstung eines Liters Wassers teils nur noch 1,1 Kilowattstunden.

Geschlossene Luftführung

Wärmerückgewinnung setzt voraus, daß die Trocknungsluft nicht unkontrolliert aus dem System entweicht. Also sind sowohl die Luftzufuhr als auch die Abluft und der Container selbst abgedichtet. Die Abluft wärmt im Gegenstrom die frische Zuluft vor. Diese strömt dann in eine Druckkammer, von wo sie auf der kompletten Fläche durch das Heizregister gedrückt wird. Danach wird sie durch einen Luftkanal auf die einzelnen Container verteilt. „Nur wenn jeder Container unabhängig geführt wird, ist die Anlage effizient“, sagt Schütz. Nur so kann sie sich finanzieren. Damit jeder Container die richtige Menge Warmluft bekommt, wird die Zuluft individuell geregelt. Wie weit sie geöffnet ist, bestimmt die Steuerung. Dadurch kann in jedem Container etwas anderes getrocknet werden: beispielsweise Scheitholz in einem, Holzhackschnitzel im nächsten und Getreide im dritten. Das einzige, was der Betreiber erledigen muß, ist die Eingabe der Art des Trockengutes am Touch-Screen und das Drücken des Startknopfs. Mit den Vorgaben, Meßwerten wie Feuchte und Temperatur im Abluftstrom sowie weiteren Faktoren berechnet die Steuerung die nötige Zuluft und stellt sie ein. Die Meßwerte zeigen auch, wenn eine Charge trocken ist. „Das passiert alles automatisch. Es geht nicht, daß immer einer da sein muß, der die Klappen einstellt“, betont Schütz. Betreiber Popp fährt fort: „Wenn ein Container fertig ist, bekomme ich eine SMS auf mein Handy.“ E-Mail ginge auch, ergänzt Schütz. Ihm ist wichtig, daß der Betreiber keine Mühe hat. Deshalb müsse am Anfang nur einmal der Startknopf für den jeweiligen Andockplatz gedrückt werden. [...]

Dorothee Meier

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 1 / 2015 energie aus pflanzen erschienen.




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