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DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Montag, 20.11.2017

Die Gülle-Kleinbiogasanlage der Familie Klaus besteht aus Fermenter, Lager, Gasspeicher, Bhkw- und Technikcontainer.Reine Gülle-Biogasanlage in Wurthfleth an der Unterweser paßt optimal

Nur Gülle lohne sich nicht, bekam der Landwirt Michael Klaus stets zu hören – bis zum EEG 2012. Seit Mitte 2013 läuft seine reine Gülleanlage von Novatech. Mit einem Tag der offenen Tür präsentierte die Familie sie nun dem Dorf und Interessierten.

Das Güllelager hätten sie sowieso errichten müssen, erklärt Michael Klaus. „Wir wären doch dumm gewesen, wenn wir dann nicht auch gleich die Biogasanlage gebaut hätten!“ Der Landwirt aus Wurthfleth an der Unterweser hält fast 500 Rinder, davon 220 Milchkühe, bewirtschaftet 55 Hektar Acker und 100 Hektar Grünland.


Bei diesem Viehbestand hätte man schon längst den Bau einer Biogasanlage erwarten können. Doch zwei größere Anlagen waren um das Dorf bereits entstanden, die beide einen vermehrten Anbau von Mais zur Folge hatten, „der zudem noch teilweise durchs Dorf gefahren werden muß“, so Klaus weiter. Und nur mit Gülle?

Gefragt hatte Klaus schon lange, oft erhielt er die Antwort: Das lohnt sich nicht. Und dann, Ende 2011, als die Bedingungen des EEG 2012 schon feststanden, ging es plötzlich doch. „Ich ging von der Informationsveranstaltung der Landwirtschaftskammer nach Hause und sagte meiner Frau: Das machen wir“, erinnert sich Klaus. „Ich war dagegen“, hakt seine Frau Simone ein, die gelernte Speditionskauffrau ist. Sie schränkt aber auch gleich ein: „Ich hatte nicht das nötige Know-how.“ Jetzt, gut zwei Jahre später, ist sie begeistert. „Im Nachhinein ist das eine tolle Betriebsoptimierung. Wir machen damit nicht den Reibach, aber es paßt. Außerdem sind die Nährstoffe so besser für die Pflanzen verfügbar und es riecht nicht mehr so.“ Letzteres hätten auch die Anlieger an seinen Flächen inzwischen auf seine Nachfrage bestätigt, sagt Michael Klaus.

Da das Güllelager ohnehin gebaut werden mußte, fehlten für die Biogasanlage quasi „nur“ noch der Fermenter, der Gasspeicher und das Bhkw. Abzüglich des Güllelagers blieb somit ein Invest von knapp 400.000 Euro, der über die Stromerlöse in 15 Jahren abgetragen sein soll. In Betrieb ging die Anlage im Juli vergangenen Jahres. Ganz sind die 75 Kilowatt elektrische Leistung noch nicht erreicht; „dafür fehlen uns ein paar Kühe“, begründet Klaus. Etwa 70 Kilowatt werden derzeit erreicht, und außer für den turnusgemäßen Ölwechsel läuft sie seitdem auch durch. Nur einmal habe es ein Notaus gegeben,
als ein Kühlschlauch wegen eines Materialfehlers geplatzt sei. „Sonst ist bislang alles eingetreten, was uns versprochen wurde“, so Klaus weiter. [...]

Dorothee Meier

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 3 / 2014 energie aus pflanzen erschienen.




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