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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Montag, 20.11.2017

Das frisch gehäckselte Gras kann direkt siliert werden. Die beste Erntezeit ist, wenn es Ähren schiebt.Für schwierige Standorte geeignet

Mehrjährig, robust und guter Ertrag – diese Anforderungen stellen Biogasanlagenbetreiber an die alternative Energiepflanze. Per Zufall stieß die screw press GmbH auf das Weizengras, das diese seit dem Jahr 2010 vertreibt.

Johann Ortner hatte immer wieder das Problem der Bodenerosion an einigen hängigen Flächen seines Betriebes. Einjährige Kulturen wie Getreide und Mais kann er hier eigentlich nicht anbauen, Grünland wollte er ebenfalls nicht daraus machen, obwohl er Grasschnitt durchaus in seiner 250-Kilowatt-Biogasanlage in Malching am Inn verwendet. Es war mehr ein Zufall, daß er vom Hirschgras erfuhr. Als mehrjährige Pflanze konnte sie die Lösung für sein Erosionsproblem sein, zumal sie auch ein umfangreiches und tiefgründiges Wurzelsystem bildet. Im Jahr 2010 begann Ortner mit dem Anbau auf insgesamt elf Hektar.


Hirschgras ist eine Sorte der Grasart Elymus elongatus, manchmal auch als Agropyron elongatum bezeichnet. Diese Pflanzenart wurde in einer gemeinnützigen Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft an der Universität Szarvas in Ungarn züchterisch bearbeitet. Nach ihr sind auch einige Kultursorten der Grasart benannt. Andere Namen sind Riesenweizengras und Pontische Quecke.

Besondere Pflege nur im Anpflanzjahr

Die bis zu 2,50 Meter hohen C3- Pflanzen erreichen unter optimalen Bedingungen Biomasseerträge, die mit denen von Mais vergleichbar sind. Auch der Biogasertrag ist ähnlich. An den Boden hat die Pflanze keine besonderen Ansprüche, ist recht trockentolerant und benötigt kaum Pflanzenschutz – mit einer Ausnahme: im Anwuchsjahr. Dann sind die jungen Hirschgras-Pflanzen gegenüber Unkraut recht konkurrenzschwach. Johann Putz aus Postmünster an der Rott nutzte deshalb im Anpflanzjahr ein Weizenspritzmittel. Haben sich die horstbildenden Pflanzen ab dem zweiten Standjahr etabliert, gibt es kein Unkrautproblem mehr.

Dorothee Meier

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 2 / 2014 energie aus pflanzen erschienen.




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
Kompetente Fachinformationen rund um nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

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