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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Montag, 20.11.2017

Biogasanlage Fenker in WagenfeldErweiterung mit zusätzlichem Satelliten-Bhkw machte neuen Dosierer nötig

Der Feststoffdosierer einer Biogasanlage gehört zu den Komponenten, die verschleißen und mit der Zeit ausgetauscht werden müssen. Aber schon nach zwei Jahren Betrieb? Der Grund bei der Anlage des Betriebs Fenker war ein anderer: Mehr Volumen sollte her.


Schon im Jahr 2012 – nur ein Jahr nach Inbetriebnahme – erhöhte die Anlage ihre Leistung mit dem dann schon dritten Satelliten-Bhkw. Seitdem mußte der Feststoffdosierer dreimal täglich beschickt werden, um genug Futter für die rund 800 Kilowatt elektrische Leistung in die Fermenter schaffen zu können. Betreiber Maik Fenker erinnert sich: „Über ein Jahr lang haben wir jeden Abend noch um 23 Uhr nachlegen müssen, damit die Anlage kontinuierlich läuft“. Wer will es einem fleißigen Landwirt verdenken, daß da irgendwann der Spaß aufhört? Also sollte in erster Linie ein Dosierer mit mehr Volumen her. In diesem Frühjahr war es soweit: Die Firma Günter Schmihing aus Melle installierte einen „Bio-Mix Combi“ des Herstellers Strautmann – aber nicht irgendeinen. „So wie der hier steht, ist das ein Prototyp“, erklärt Martina Beichert, die bei Schmihing für den Vertrieb der Biogas- Technik zuständig ist. Neben dem eigenständigen Biogas-Bereich bietet das Unternehmen Einstreu-, Futterverteil- und Gülletechnik sowie Lösungen für die Rübenbearbeitung und Silagebereitung an. Außerdem tritt es als Werksvertretung des Landtechnikherstellers Strautmann auf.

In der Ausstattung, wie sie bei der Anlage von Maik Fenker realisiert ist, nennt Schmihing den Dosierer „Bio-Mix Combi Double“. Verbaut wurden Komponenten, die sich schon seit Jahren in der Praxis bewährt haben. Auffällig ist die Größe und Anordnung des Feststoffeintrags: Zwei Abschiebecontainer des Herstellers Sirch, die zusammen mit dem Vertikalmischer 96 Kubikmeter fassen, stehen in einem Winkel von 120 Grad zueinander. Verbunden sind sie über einen Futtermischer, in dem eine Vertikalschnecke für den Austrag des Materials sorgt. Als Antrieb dafür reicht ein 22-Kilowatt-Aggregat. „Für das Volumen ist das ganz schön sparsam“, freut sich Betreiber Fenker, „der erste Dosierer mit 40 Kubikmetern hatte zwei 30-Kilowatt-Antriebe“. Martina Beichert präzisiert: „In diesem Fall ist das eine Stromersparnis von 50 Prozent beim Feststoffeintrag.“ Im Endeffekt also bares Geld, wenn sich durch weniger Eigenstromverbrauch das Betriebsergebnis der Anlage verbessert.

Stromverbrauch intelligent steuern

Wie bei anderen Dosierern auch, gibt der Betreiber vor, in welchen Zeitabständen wieviel Substrat in die Fermenter eingebracht werden soll. Der entscheidende Unterschied bei dem von Schmihing ausgestatteten Bio-Mix Combi ist die „intelligente Steuerung, die wir eigens entwickelt haben“, formuliert Martina Beichert. Dabei wird immer so wenig Strom wie möglich verbraucht. Gesteuert wird der Stromverbrauch über die Stromaufnahme des Antriebs der Schnecke im Vertikalmischer: Je weniger Material auf der Schnecke im Mischer lastet, desto leichter – mit einem geringen Wert der Stromaufnahme – läuft der Antrieb. Neues Material wird erst über die Schubcontainer nachgeschoben, wenn ein zuvor festgelegter, unterer Wert der Stromaufnahme erreicht ist. Mit dem zugeführten Material erhöht sich die Stromaufnahme der Mischschnecke, und die Zufuhr von neuem Material stoppt, wenn der festgelegte, obere Wert erreicht ist. [...]

Johanna Waid

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 6 / 2013 energie aus pflanzen erschienen.

www.schmihing-gmbh.de




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