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energie pflanzen
DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Montag, 20.11.2017

Durch die Kombination der Gasanalyse mit dem Mengenzähler (Foto) ist die Erfassung besonders genau.Genaue Ermittlung der Gasmenge
mit nur einem Analysegerät


Unter anderem ist die jährlich produzierte Gasmenge für die Genehmigung einer Biogasanlage relevant. Da ist eine besonders präzise Messung eine sinnvolle Investition.
Auf dem Hof von Christian Wilke in Großenkneten im Landkreis Oldenburg sieht es aus, als wäre gerade eine Straßenbau-Kolonne angerückt: Mit schwerem Gerät wird die Siloplatte frisch geteert. Eine Ausbesserung, die jetzt einfach fällig war. Mit Ausbessern und Erweitern kennt Wilke sich aus: Im Jahr 2003 ging die Biogasanlage auf dem Hof seiner Eltern in Betrieb, seitdem wurde regelmäßig die Technik auf den aktuellen Stand gebracht und erweitert.

„Angefangen haben wir mit der Vergärung von Flotaten, mit dem EEG 2004 wurde auf nachwachsende Rohstoffe umgestellt“, erzählt Wilke. Im Jahr 2008 wurde die Anlage erweitert und leistet mittlerweile mit einem Satelliten-Bhkw insgesamt rund 600 Kilowatt. In diesem Jahr wurde schließlich noch ein Endlager errichtet, um den gesamten Winter über genügend Lagerkapazität zu haben.

Seit einem guten halben Jahr ist die Anlage mit aktueller Meßtechnik des Herstellers Binder ausgestattet: „Der Hauptgrund war, daß wir eine zuverlässige Mengenmessung brauchten, die auch vom zuständigen Landratsamt anerkannt wird“, so Wilke. Für den Betrieb, der nach der erteilten Genehmigung zulässig ist, dürfen nämlich pro Jahr maximal 2,3 Millionen Kubikmeter Rohbiogas erzeugt werden. Eine präzise Messung ist im Endeffekt sogar bares Geld wert – das weiß auch Michael Krafzig vom Fachbereich Biogas der Binder Engineering GmbH: „Unsere Mengenmessung hat eine Abweichung von unter zwei Prozent, andere Hersteller liegen bei über sechs Prozent.“ Wegen einer ungenauen Messung muß ein Betreiber eventuell weniger Biogas produzieren, als er könnte, und somit auch auf die Einnahmen aus der Strom- und Wärmevermarktung verzichten.
Die Genauigkeit der Binder-Meßtechnik erklärt Krafzig mit der Kombination von Gasanalyse und Mengenzähler: „Entscheidend ist ja der Methangehalt, und der wird permanent ermittelt und der Wert des Gaszählers entsprechend korrigiert.“ Der Erfassung des „echten Normkubikmeters“ käme man so ziemlich nahe, da der Methangehalt ohne Feuchte angegeben werde – eine integrierte Feuchtekorrektur macht’s möglich. Ohne Namen zu nennen, verdeutlicht Krafzig, daß die auf dem Markt verfügbaren Meßgeräte anderer Hersteller deutlich komplizierter seien: „Die müssen noch Temperatur, Druck und Feuchte extra messen.“ Das mache sie teurer, die Montage aufwendiger und die Gerätefehler addieren sich. […]

Johanna Waid

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 5 / 2013 energie aus pflanzen erschienen.




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
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