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DAS FACHMAGAZIN FÜR BIOENERGIE UND -ÖKONOMIE Dienstag, 17.10.2017

Stichtag 1. September 2017! Dieser Tag steht als Gebotstermin für die erste wettbewerbliche Ausschreibung von Strom aus Biomasse fest.Systemwechsel zu Ausschreibungen mit dem EEG 2017

Ab Januar wird die Vergütung für erneuerbaren Strom nicht mehr gesetzlich festgelegt, sondern im Rahmen von Bieterverfahren bestimmt. Das Besondere: Auch bestehende Biomasse(heiz)kraftwerke und Biogasanlagen können mitmachen und sich weitere zehn Jahre Förderung sichern. Wir zeigen die Ausschreibungsmodalitäten auf und geben Antworten auf die Fragen: Wer soll wann ein Gebot abgeben? Wie kann sich der Betreiber vorbereiten und mit welcher Strategie vorgehen?


Stichtag 1. September 2017! Dieser Tag steht als Gebotstermin für die erste wettbewerbliche Ausschreibung von Strom aus Biomasse fest. Daß es diese neben den Ausschreibungen für Photovoltaik und Windstrom geben wird, ist einem politischen Erfolg zu verdanken, den die Bioenergie-Branche zusammen mit dem Deutschen Bauernverband und den Landesregierungen von Rheinland-Pfalz, Thüringen und vor allem Bayern hart erkämpfte. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) wollte die Biomasse-Ausschreibungen – wenn überhaupt – erst später auf dem Verordnungsweg einführen. Jetzt stehen sie aber im EEG 2017, und nicht nur das: „Wir machen bei Biomasse eine Ausnahme und nehmen auch Bestandsanlagen mit rein“, sagt Karin Freier vom BMWi im Rahmen einer Fachtagung in Augsburg im vergangenen Oktober. Bestehende Biomasse(heiz)kraftwerke und Biogasanlagen sind bislang die einzigen Ökostrom-Anlagen, die die Chance auf eine zehnjährige Anschlußförderung bekommen.

Ab jetzt wird die Bundesnetzagentur einmal im Jahr, zum Stichtag, eine Ausschreibung für alle Biomassestrom-Anlagen gemeinsam ausloben: Biogas und feste Biomasse, Alt- und Neuanlagen (siehe Kasten „EEG 2017“). Nach Prüfung der Gebote und Ermittlung einer Reihenfolge erhalten die günstigsten Gebote einen Zuschlag, bis das Ausschreibungsvolumen von 150 Megawatt Leistung ausgeschöpft ist. In den Jahren 2020 bis 2022 liegt das Volumen bei 200 Megawatt pro Jahr. Mit insgesamt 1.050 Megawatt Ausschreibungsvolumen bis zum Jahr 2022 bei 507 Megawatt Leistung, die bis dahin aus der EEG-Vergütung fällt, sollte es möglich sein, die zukunftsfähigen Anlagen weiterbetreiben zu können, glaubt die Branche. Um die EEG-Umlagekosten zu senken, wurden strenge Höchstwerte im Gesetz verankert: Als reines Politikum ist dabei zu werten, daß der Höchstwert für Bestandsanlagen mit 16,9 Cent je Kilowattstunde über dem von 14,88 Cent für Neuanlagen liegt. Maßgebend für Bestandsanlagen dürfte in den ersten Ausschreibungsrunden aber die sogenannte „Vergangenheitsgrenze“ sein – der Durchschnitt des anzulegenden Wertes (Marktprämie plus Monats-Mittelwert) in den letzten drei Kalenderjahren vor der Ausschreibung. Der Grund ist, daß die EEG-Laufzeit zuerst überwiegend bei Abfall-Biogasanlagen und Holzkraftwerken abläuft, deren Vergütung in der Regel unter 16,9 Cent liegt.

Strafe bei Nicht-Umsetzung

„Es hieß immer, im Ausland funktionieren die Ausschreibungen ja nicht. Doch das liegt an den geringen Realisierungsraten. Deshalb machen wir scharfe Vorgaben und erheben Pönalen“, betont Freier. Als Präqualifikation müssen Biomasse-Anlagen genehmigt sein und es muß eine Sicherheitsleistung von 60 Euro je Kilowatt Leistung hinterlegt werden. Bieter, die einen Zuschlag erhalten, bekommen das Geld nur zurück, wenn sie innerhalb der Realisierungsfrist die Förderung abrufen. [...]

Christian Dany

www.biogas.org
www.bundesnetzagentur.de

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 6 / 2016 energie AUS PFLANZEN erschienen.




Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie aus pflanzen lesen.
Kompetente Fachinformationen rund um nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

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