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energie pflanzen
DAS MAGAZIN FÜR NACHWACHSENDE ROHSTOFFE UND ERNEUERBARE ENERGIEN Samstag, 28.01.2012
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Wertschöpfung aus Vorhandenem erhöhen

05_11_fischmast_01_grFischmast mit Biogaswärme

Die drei Brüder Bernd, Carsten und Harald Pommerehne betrieben bereits eine Biogasanlage. Ein Ausbau dieses Betriebszweigs machte jedoch nur mit einer sinnvollen Wärmenutzung Sinn. Mit der Mast von Welsen fanden sie diese. Gleichzeitig wuchs die Wertschöpfung, ohne weitere Ackerflächen zupachten zu müssen.

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energie pflanzen 06-2011 DAS AKTUELLE HEFT: energie pflanzen 6 / 2011

Aus der aktuellen Ausgabe:

Synergie statt Konkurrenz
Das Korsett der EEG-Vergütung lockern
Ernstzunehmende Ergänzung


Inhaltverzeichnis energie pflanzen 6-2011 (PDF, 221 kB)

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Synergie statt Konkurrenz

2011_06_synergie_grZwei Beispiele für die Nutzung von Landschaftspflegematerial

Landschaftspflegematerial soll stärker energetisch genutzt werden. Für die Vergärung schuf das EEG 2012 neue gesetzliche Rahmenbedingungen wie den Wegfall der 50-Prozent-Schwelle. Bei holziger Biomasse jedoch spielen Verbesserungen der Technik und Logistik die größere Rolle.

In großen Kompostmieten rottet in Erkheim im Unterallgäu organisches Material vor sich hin. Gerade setzt sich ein Umsetzgerät in Bewegung, um eine Miete zu durchmischen. Auf dem Vier-Hektar-Areal der Käßmeyer-Firmengruppe wird Biomasse aller Art verarbeitet und in Wert gesetzt.

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Das Korsett der EEG-Vergütung lockern

2011_6_regelenergie_grNeue Möglichkeiten der Direktvermarktung im EEG 2012

Mit dem EEG 2012 bekommt die Direktvermarktung einen neuen Stellenwert. Doch damit verbundene Begriffe wie Markt- und Flexibilitätsprämie haben wenig mit den bisherigen Boni zu tun. Wer das neue System durchschaut, kann jedoch höhere Gewinne erwirtschaften.

Biogasanlagen genießen die festen EEG-Vergütungssätze für 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Ein Ruhekissen ist dieser Fixpreis jedoch nur auf den ersten Blick: Kostensteigerungen – insbesondere bei den Substraten – und teilweise auch für Bestandsanlagen greifende zusätzliche Auflagen lassen den Festpreis schnell zur eisernen Klammer werden. Wer übermorgen erfolgreich sein will, prüft jetzt jede Gelegenheit zur Optimierung.

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Ernstzunehmende Ergänzung

2011_06_biokohle_1_grBiokohle war das Thema des 72. Symposiums des ANS in Berlin

Derzeit befindet sich die Nutzung von Biokohle im Pflanzenbau noch im Versuchsstadium. Neben Fragen wie Toxizität und Stabilität spielt auch die Frage des Preises eine Rolle, auch bei der alternativen Nutzung als Brennstoff. Dennoch sind bereits kommerzielle Produkte auf dem Markt.

Das wäre es doch: Nicht verbrannter Kohlenstoff aus Biomasse – Biokohle oder Bio-Char genannt – wird einfach im Boden vergraben und damit der Atmosphäre entzogen, auch Sequestrierung genannt, sowie die Bodenfruchtbarkeit phänomenal verbessert.

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Der rechtliche Rahmen

05_11_recht_rahmen_01_grAuf Kurzumtriebsplantagen und Agroforstsysteme wirken unterschiedliche Gesetze

Kurzumtrieb und Agroforstsysteme bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Forst und Landwirtschaft. Das hat auch auf die rechtlichen Rahmenbedingungen – teils schwierige – Auswirkungen.

Der Anbau schnellwachsender Baumarten in Kurzumtriebsplantagen (Kup) und die Bewirtschaftung von Agroforstsystemen (Afs) sind Kulturformen, für die sowohl landwirtschaftliche als auch forstwirtschaftliche Aspekte in Einklang zu bringen sind. Aber auch aus rechtlicher Sicht bewegt sich die Anlage einer Kup oder eines Afs an der Schnittstelle zwischen Land und Forstwirtschaft, was mit der Einhaltung zahlreicher Vorgaben verbunden ist.

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"Schnell müsse es gehen"

05_11_suedchemie_grSüd-Chemie baut in Straubing Demonstrations-Anlage zur Ethanolerzeugung aus Stroh

Noch in diesem Jahr soll „Deutschlands größte Demonstrationsanlage für Zellulose-Ethanol aus Agrarreststoffen“ in Betrieb gehen. Mit seinem Verfahren namens „Sunliquid“ will der Betreiber Süd-Chemie ab Jahresbeginn 2012 in Straubing aus gut 4.000 Tonnen Stroh 1.000 Tonnen als Treibstoff nutzbaren Alkohol gewinnen. An den Projektkosten von 28 Millionen Euro beteiligen sich Bund und Land mit zusammen fünf Millionen, war bei einer Feierstunde Ende Juli zu erfahren.

Und schon für das Jahr 2013 sei im nächsten Schritt geplant, Fabriken für die Serienproduktion in der Größenordnung von 50.000 bis 150.000 Tonnen Strohethanol pro Anlage und Jahr in Betrieb zu nehmen, so Markus Rarbach, Leiter des Bereichs „Biokatalyse“ der Süd-Chemie AG aus München und anscheinend der geistige Vater der Fabrik. Die Verbreitung sei auch mittels „Auslizensierung dieser Technik“ geplant.

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